Joseph Willibald Strasser

Joseph Willibald Strasser (* 28. Februar 1769 in Wolfach; † 25. März 1846 in Konstanz) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Theologe der katholischen Aufklärung und Pädagoge.

Joseph Willibald Strasser studierte nach seinem Abitur in Donaueschingen die Fächer Philosophie, Pädagogik und Katholische Theologie an der Universität Salzburg und empfing im Juni 1792 die Priesterweihe in Konstanz. 1796 wurde er Pfarrer von Fronstetten und Emmingen und 1802 Hofkaplan in Donaueschingen. 1804 übernahm er die Pfarre Göggingen. Generalvikar Ignaz Heinrich von Wessenberg ernannte ihn im selben Jahr zum bischöflichen Deputaten und Decanatsadjuncten in Meßkirch. 1810 setzte ihn Wessenberg als Verwalter in Meersburg ein. Bischof Karl Theodor von Dalberg ernannte ihn 1811 zum Geistlichen Rat. 1813 wurde er an der Domkurie des Konstanzer Münsters angestellt sowie zum Dekan und Bezirksschulvisitator ernannt. Er war Konstanzer Münsterpfarrer von 1821 bis 1846.

Er gründete 1830 das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Konstanz.

Er war ein Vertrauter von Ignaz Heinrich von Wessenberg.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Friedrich von Weech, Albert Krieger: Badische Biographieen, Band 2 – 1881, S. 327 f.
  2. ↑ Städtische Wessenberg-Gemäldegalerie Konstanz (Hrsg.): Kunsterzieher am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Ausstellung zum 150jährigen Schuljubiläum. (Ausstellungskatalog, Ausstellung vom 26. September bis 25. Oktober 1980, Redaktion Edgar Bruker).
  3. ↑ Christian Schröder: Armenfürsorge und katholische Identität: Südbaden und die Saarregion im historischen Vergleich (1803-1870), LIT Verlag Münster 2014, S. 78