Josh Safdie

Josh Safdie (2010)

Joshua Henry „Josh“ Safdie (* 3. April 1984 in New York City) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmschauspieler. Er wurde gemeinsam mit seinem Bruder Benny Safdie als Filmschaffenden-Duo „Safdie-Brüder“ bekannt. Seit 2024 verfolgt er eine Solokarriere.

Leben

Safdie wurde 1984 in New York City geboren und wuchs als Scheidungskind in Queens und Manhattan auf. Sein Vater ist ein sephardischer Jude, der in Frankreich und Italien aufwuchs, und seine Mutter eine aschkenasische Jüdin mit russisch-jüdischen Vorfahren. Er studierte an der Boston University und schloss sein Studium dort 2008 ab. Der erste von den Safdie-Brüdern geschaffene Spielfilm war Daddy Longlegs (2009), bei welchem sie Regie führten und für Drehbuch und Schnitt verantwortlich waren. Der Film wurde unter anderem beim Filmfestival in Cannes 2009 aufgeführt. Weitere Filme umfassten die Dokumentation Lenny Cooke (2013), das Drama Mad Love in New York (2014) und den Thriller Good Time (2017). Gemeinsam mit Martin Scorsese, der die Produzentenrolle übernahm, entstand der Film Der schwarze Diamant (Uncut Gems, 2019) mit Adam Sandler in der Hauptrolle eines spielsüchtigen Juweliers. Josh Safdie trat zudem in einigen Kurzfilmen und Nebenrollen als Schauspieler auf.

2024 wurde öffentlich, dass die Safdie-Brüder Benny und Josh fortan Solo-Karrieren verfolgen. Die Trennung wurde von den Brüdern als freundschaftlich beschrieben. Als erstes Werk Josh Safdies nach der Trennung des Duos erschien Marty Supreme (2025), in welchem Timothée Chalamet den aufstrebenden Tischtennisspieler Marty Mauser verkörpert. Der Film wird von der Filmproduktionsgesellschaft A24 vertrieben und stammt, wie einige weitere Projekte der Brüder, auch vom Drehbuchautor Ronald Bronstein. Josh Safdie, der privat Tischtennis spielt und Fan von Timo Boll ist, fungierte als Regisseur und Drehbuchautor.

Filmografie

Jahr Titel Regie Drehbuch Schnitt
2008 The Pleasure of Being Robbed ja
2009 Daddy Longlegs ja, mit Benny
2013 Lenny Cooke ja, mit Benny nein
2014 Mad Love in New York ja, mit Benny ja, mit Ronald Bronstein
2017 Good Time ja, mit Benny ja, mit Ronald Bronstein nein
2019 Der schwarze Diamant ja, mit Benny ja, mit Ronald Bronstein und Benny nein
2025 Marty Supreme ja ja, mit Ronald Bronstein

Auszeichnungen

Josh Safdies Film Marty Supreme war im Rahmen der 98. Verleihung der Oscars im Jahr 2026 für neun Preise nominiert, darunter die Kategorien bester Film, beste Regie, bestes Originaldrehbuch und bester Schnitt. Außerdem war der Film für drei Golden Globe Awards nominiert, sowie für acht Critics’ Choice Movie Awards im Jahr 2026, wovon vier auf Josh Safdie entfielen.

Commons: Josh Safdie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Naomi Pfefferman: Life as lived by a homeless junkie. In: Jewish Journal. 17. Juni 2015, abgerufen am 19. Juni 2026 (amerikanisches Englisch).
  2. ↑ Hoops Hoopla + Precious Stones = Mayhem. In: East Bay Express | Oakland, Berkeley & Alameda. 25. Dezember 2019, abgerufen am 19. Juni 2026 (amerikanisches Englisch).
  3. ↑ The Safdie Brothers’ Full-Immersion Filmmaking im Textarchiv – Internet Archive
  4. ↑ Quinzaine 2009. Abgerufen am 23. Februar 2026 (französisch).
  5. ↑ Josh Safdie. Internet Movie Database, abgerufen am 24. Februar 2026.
  6. ↑ Ethan Shanfeld: Benny Breaks Out: The Safdie Brother on Going Solo, Making You Squirm With ‘The Curse’ and What He Learned From Christopher Nolan and PTA. In: Variety. 4. Januar 2024, abgerufen am 23. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
  7. ↑ Marty Supreme (2025) - Vollständige Besetzung und Crew-Mitglieder - IMDb. Abgerufen am 23. Februar 2026 (deutsch).
  8. ↑ Thomas Becker: Marty Supreme: Wie Timo Boll mit Timothée Chalamet trainierte. 22. Februar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026.
  9. ↑ The 98th Academy Awards | 2026. 4. Februar 2026, abgerufen am 23. Februar 2026 (englisch).
  10. ↑ NOMINATIONS ANNOUNCED FOR THE 31ST ANNUAL CRITICS CHOICE AWARDS HOSTED BY CHELSEA HANDLER – Critics Choice Association. Abgerufen am 23. Februar 2026.
  11. ↑ Marty Supreme. In: Golden Globes. Abgerufen am 23. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
Personendaten
NAME Safdie, Josh
ALTERNATIVNAMEN Safdie, Joshua
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Filmschaffender
GEBURTSDATUM 3. April 1984
GEBURTSORT New York, Vereinigte Staaten