
Josy Brunner (* 10. Juni 1904 in Steg; † 16. Januar 1991 in Luzern) war eine Schweizer Jugendschriftstellerin, Referentin, Mitarbeiterin katholischer Frauenzeitschriften und Religionspädagogin.
Josy Brunner war Bürgerin von Kaltbrunn. Ihre Kindheit verbrachte sie in Steg. Nach Abschluss der Handelsschule im «Institut Baldegg» war sie Erzieherin und Arztgehilfin in Einsiedeln. Anschliessend besuchte sie die soziale Frauenschule in Luzern, war eine der ersten Pfarreihelferinnen, dies in Romanshorn, und Sekretärin des Thurgauisch-katholischen Frauenbundes. 1942 wurde sie an die Zentralstelle des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes SKF gewählt, um die Müttervereine der Schweiz zu aktivieren. Sie wohnte in Luzern, wo sie Leiterin des Sekretariats der Genossenschaft Haus der Mütter wurde. 1961 kaufte sie das alte «Hotel Matt» in Schwarzenberg, machte es zum Haus der Mütter und wurde dessen Heimleiterin.
In der Funktion als Referentin über Erziehungsfragen und Heimgestaltung hielt sie fast 200 Vorträge im Jahr. Dank ihrer Tätigkeit als Jugendführerin und Lagerleiterin hatte sie grosses Verständnis für junge Leser, das in ihren Jugendbüchern zum Ausdruck kam. Ihre Broschüren Mutter und Weissonntagskind, Mutter und Mädchen, Die Gabe für junge Eltern und Wege der Witwe wurden in einer Auflage von insgesamt 200'000 Exemplaren verbreitet.
Sie war während 32 Jahren Zentralsekretärin und Leiterin der katholischen Müttergemeinschaften der Schweiz. In dieser Funktion pflegte sie durch Kurse und Referententätigkeit den Austausch mit Müttergemeinschaften in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Elsass und Südtirol.
Auf ihre Initiative wurde 1971 das schweizerische Mütterbildungszentrum in Schwarzenberg gebaut, das neben Kursen auch Mütter- und Familienferien organisiert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brunner, Josy |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Jugendschriftstellerin und Religionspädagogin |
| GEBURTSDATUM | 10. Juni 1904 |
| GEBURTSORT | Steg |
| STERBEDATUM | 16. Januar 1991 |
| STERBEORT | Luzern |