Juan Liscano Velutini (* 7. Juli 1915 in Caracas; † 16. Februar 2001 in Caracas) war ein venezolanischer Lyriker, Essayist, Literaturkritiker und Verleger.
Liscano studierte in Europa und gründete nach seiner Rückkehr nach Venezuela u. a. die Literaturbeilage der Zeitschrift El Nacional. Für seine frühen lyrischen Werke erhielt er 1952 den Premio Nacional de Poesía. Er beteiligte sich am Widerstand gegen die Diktatur Marcos Pérez Jiménez’ und lebte daher von 1953 bis 1958 erneut in Europa im Exil. 1964 gründete er die Zeitschrift Zona Franca die zwanzig Jahre bestand, 1979 das Verlagshaus Monte Avila.
Er schrieb – häufig polemisch – über Literatur, Kunst, kulturelle, soziale, philosophische und politische Themen und galt als einer der wichtigsten Literaturkritiker Venezuelas. Seine späteren Arbeiten beschäftigen sich mit individueller Wahrnehmung, Metaphysik und universellem Mythos. Seine Essays spiegeln sein Interesse an Psychologie, Esoterik und historischen Kulturmustern wider. Gegen Ende seiner Karriere setzte er sich kritisch mit dem gesellschaftlichen Zustand Venezuelas auseinander.
| Personendaten | |
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| NAME | Liscano, Juan |
| ALTERNATIVNAMEN | Liscano Velutini, Juan (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | venezolanischer Lyriker, Essayist, Literaturkritiker und Verleger |
| GEBURTSDATUM | 7. Juli 1915 |
| GEBURTSORT | Caracas |
| STERBEDATUM | 16. Februar 2001 |
| STERBEORT | Caracas |