
Judit Elek (; * 10. November 1937 in Budapest; † 1. Oktober 2025) war eine ungarische Drehbuchautorin und Regisseurin.
Die Absolventin der Hochschule für Schauspiel und Film in Budapest war zunächst vor allem als Dokumentarfilmerin tätig. Ab den 1970er-Jahren erhielt sie zunehmend Gelegenheit, auch Spielfilme zu gestalten. Diese befassen sich vielfach mit jüdischen Themen und solchen des Antisemitismus. Ihr bekanntester Film (1989) (Tutajosok, englisch: Memories of a River) behandelt den Ritualmordprozess der Affäre von Tiszaeszlár, der 1882/83 zum Ausgangspunkt einer Welle antisemitischer Propaganda in Ungarn wurde.
Elek erhielt den Béla-Balázs-Preis (1987), den Kossuth-Preis (2008) und andere hohe Auszeichnungen. Ihr Film Tutajosok gewann 1990 dem Grand Prix des Internationalen Frauenfilmfestival Créteil.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Elek, Judit |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarische Drehbuchautorin und Regisseurin |
| GEBURTSDATUM | 10. November 1937 |
| GEBURTSORT | Budapest |
| STERBEDATUM | 1. Oktober 2025 |