Judith Christine Enders (* 29. Februar 1976 in Altenburg) ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin, Gruppenanalytikerin und Autorin.
Enders legte ihr Abitur am Charles-Darwin-Gymnasium in Berlin ab und absolvierte ein Studium der Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin mit Diplom-Abschluss im Jahr 2001. Anschließend war sie bis 2004 unter anderem wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ver.di-Bundesverwaltung Berlin und Referentin für Klima und Energie beim Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU). 2004 führte sie ein Forschungsaufenthalt nach New York und an die Rutgers University. 2007 wurde sie an der Universität Kassel zur Dr. rer. pol. promoviert mit der Arbeit „Wissensnetzwerke in der Umwelt- und Klimapolitik“. Von 2007 bis 2008 war sie Referentin für Klimapolitik und ökonomische Instrumente der Umweltpolitik bei der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Von 2009 bis 2012 war sie am Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam in der Nachhaltigkeitsforschung tätig.
Enders war 2009 Mitbegründerin der Initiative „Dritte Generation Ostdeutschland“ und ist heute Vorstandsmitglied des daraus hervorgegangenen Vereins „Perspektive hoch 3 e. V.“
Sie ist seit 2014 Dozentin im Masterstudiengang „Netzwerkmanagement Bildung für eine nachhaltige Entwicklung – Schwerpunkt Kindheitspädagogik“ an der Alice Salomon Hochschule Berlin und war von 2016 bis 2025 Mitglied im Kuratorium der Alice Salomon Hochschule Berlin. Sie ist seit 2017 zertifizierte Mediatorin und systemischer Coach, und seit 2023 systemisch-integrative Einzel- und Familientherapeutin. Enders ist Gruppenanalytikerin (D3G) und gruppenanalytische Supervisorin. Sie ist außerdem seit 2019 Mitglied im „Seminar für Gruppenpsychoanalyse Zürich (SGAZ)“. und der Group Analytic Society International (gasi) in London.
Ehrenamtlich engagiert sie sich überdies im Verein Eco-City - International Campus Wünsdorf e.V. (ICEC Wünsdorf) für ein Reallabor für nachhaltige Stadtentwicklung.
Sie war 2019–2020 Mitglied der Kommission der Bundesregierung „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ und 2022 Sachverständige im Ausschuss Kultur und Medien des Deutschen Bundestages.
2020 wurde sie von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung in den wissenschaftlichen Beirats des „Forums für Freiheit und Bürgerrechte“ auf dem historischen Matthäikirchof berufen.
Wissenschaftliche Schwerpunkte sind Bildung für nachhaltige Entwicklung, Ostdeutschlandforschung, Internationale Klimapolitik, Feminismus, Ästhetische Forschung und Nachhaltigkeit.
Seit 2024 arbeitet Enders im Institut für Kulturwissenschaften (Geisteswissenschaftliches Zentrum) der Universität Leipzig im Projekt Taskforce „Ways across the country - democracy in transforming landscapes“ (Volkswagen Stiftung).
Enders ist Mutter eines Sohnes.
| Personendaten | |
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| NAME | Enders, Judith |
| ALTERNATIVNAMEN | Enders, Judith Christine; Enders, Judith C. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikwissenschaftlerin |
| GEBURTSDATUM | 29. Februar 1976 |
| GEBURTSORT | Altenburg |