Judith Pfeiffer (* 1964) ist eine deutsche Islamwissenschaftlerin.
Pfeiffer studierte 1983 bis 1992 in Köln (neben Orientalistik und Islamwissenschaft auch Germanistik und Romanistik) und ab 1994 an der Universität Chicago, wo sie nach einem Aufenthalt von 1998 bis 2000 am Deutschen Orient-Institut in Istanbul 2003 promoviert wurde. Sie ging 2003 an die Universität Oxford (St. Cross College) und wurde dort Lecturer und Associate Professor für arabische und islamische Geschichte (zu rund 50 Prozent der Arbeitszeit). Zudem erhielt sie einen ERC Starting Grant und ein Forschungsstipendium der Stadt Paris für das CNRS. Außerdem war sie unter anderem am Institute for Advanced Study in Princeton (USA).
Im Jahr 2016 trat sie eine Humboldt-Professur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn an und wurde Leiterin des Alexander-von-Humboldt-Kolleg for Islamicate Intellectual History; die Stelle bekleidet sie zu 50 Prozent. Pfeiffer befasst sich mit der Geschichte der Mongolen und der mongolischen Reiche vom 13. bis 16. Jahrhundert, deren Geistesgeschichte und insbesondere deren Bekehrung zum Islam und den Folgen, die diese für die islamische Welt hatte.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pfeiffer, Judith |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Islamwissenschaftlerin |
| GEBURTSDATUM | 1964 |