Judith Raum

Judith Raum (* 1977 in Werneck) ist eine deutsche Künstlerin und Kunstwissenschaftlerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Biographie

Judith Raum studierte Kunst an der Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt am Main sowie an der Cooper Union School of Art und Parsons School of Design in New York.

Künstlerische Praxis

Im künstlerischen Schaffen von Judith Raum sind wissenschaftliche Methoden von großer Bedeutung. Intensive Rechercheprozesse und interdisziplinäre Zugänge spielen in ihrer Praxis eine bedeutende Rolle. Neben ihrer Arbeit zu und mit Textilien widmet sie sich der Malerei, Installationen und Performance Art. Ihr Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf postkoloniale sowie wirtschafts- und sozialgeschichtliche Aufarbeitungen. Weitere Themenschwerpunkte sind die Auseinandersetzung mit Materialität und den Verhältnissen künstlerischer Produktion. In ihren Performance Lectures verbindet Judith Raum die Präsentation ihres Werkes mit einer gesprochenen Erzählung. Ihr Ziel ist es, die sinnliche Erfahrung der Installation zu bereichern, ohne diese auf die sprachliche oder visuelle Ebene zu begrenzen.

Otti Berger: Weaving for Modernist Architecture

Raum forscht und publiziert über das Werk der Textilkünsterin Otti Berger. Hierzu mussten zunächst die auf Archive auf der ganzen Welt verteilten Textilproben kategorisiert und katalogisiert werden, bevor die Materialien und Webtechniken der Stoffe analysiert werden konnten. Unter Mitwirken der Fotografin Uta Neumann wurden diese Stoffproben in den Archiven sinnlich nachvollziehbar gemacht. Zudem wurden in enger Zusammenarbeit mit der Weberin Katja Stelz die Stoffe nachgewebt. Dadurch konnten die monochrome Qualität und die Wirkung der Stoffe, wie ursprünglich intendiert, großformatig ausgestellt werden.

Auszeichnungen

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen

(Quelle: Judith Raum)

Herausgeberschaft

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Künstlerporträt Judith Raum. In: Zilberman Gallery. Abgerufen am 3. Mai 2026 (englisch).
  2. ↑ Marina Brafa: 5+1 questions for artist Judith Raum about her performance on Otti Berger. In: bauhaus.de. Abgerufen am 3. Mai 2026 (englisch).
  3. ↑ Bauhaus-Stoffe - Die textile Architektur der Otti Berger. In: deutschlandfunkkultur.de. 14. März 2024, abgerufen am 3. Mai 2026.
  4. ↑ László Rupp: Interview mit Judith Raum. In: Verlag Hatje Cantz. 17. April 2024, abgerufen am 3. Mai 2026.
  5. 1 2 3 Judith Raum. In: Villa Massimo. Abgerufen am 3. Mai 2026.
  6. ↑ Charles Gebbia: The Graham Foundation announces its 2023 individual grantees. In: The Architect’s Newspaper. 22. Mai 2023, abgerufen am 3. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
  7. ↑ Judith Raum gewinnt Kunst-am-Bau-Wettbewerb des Jüdischen Museums Berlin. In: Jüdisches Museum Berlin. Abgerufen am 3. Mai 2026.
  8. ↑ Eser. In: Heidelberger Kunstverein. Abgerufen am 3. Mai 2026.
  9. ↑ A Century of Centuries. In: saltonline.org. Abgerufen am 3. Mai 2026.
  10. ↑ Textile Territories. In: Universität der Künste Berlin. Abgerufen am 3. Mai 2026.
  11. ↑ Otti Berger Weaving for Modernist Architecture. In: bauhaus.de. Abgerufen am 3. Mai 2026 (englisch).
  12. ↑ Judith Raum (Hrsg.): Group Shows. In: judithraum.net.
Personendaten
NAME Raum, Judith
KURZBESCHREIBUNG deutsche Künstlerin und Kunstwissenschaftlerin
GEBURTSDATUM 1977
GEBURTSORT Werneck