Jules Gengler

Jules Gengler, Student der Medizin, vor 1942.

Jules Albert Paul Gengler (* 28. Februar 1922 in Moresnet-Chapelle, heute zu Plombières; † 9. November 1942 in Lüttich) war ein Medizinstudent und im Zweiten Weltkrieg ein belgischer Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische, deutsche Besatzungsmacht. Seine Muttersprache war Französisch.

Widerstand

Am 18. Mai 1940 besetzte die deutsche Wehrmacht kampflos Brüssel und der belgische König Leopold III. unterzeichnete die Kapitulation der belgischen Armee. Es bildeten sich mehrere Widerstandsgruppen heraus. Gengler schloss sich dem von den Brüdern Oscar, Joseph und Roger Reichling geleiteten Informationsdienst an, der mit den Alliierten in Verbindung stand. Um diese Untergrundarbeit noch zu verbessern, wurde er undercover Mitglied der SS in Lüttich.

Verhaftung und Hinrichtung

Er wurde am 25. August 1942 enttarnt, an seinem Wohnsitz in Andrimont verhaftet, zuerst im Saint-Leonard-Gefängnis in Lüttich, später in der Zitadelle von Lüttich inhaftiert, dort vom Kriegsgericht wegen Spionage und Hilfe für den Feind zum Tode verurteilt und am 9. November 1942, 9 Uhr, zusammen mit den Brüdern Reichling und neun weiteren Kameraden vor Ort erschossen.

Gedenken

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Kurzbiografien auf hechtel-eksel.be, Roger R., Oscar R.
  2. 1 2 3 Lettere di condannati, Seite 35–39, siehe Literatur.
  3. ↑ Das Gefängnis wurde 1982 abgerissen.
  4. ↑ Es war die Oberfeldkommandantur (OFK) 589, die für die Rechtsprechung in Lüttich zuständig war und dem NS-Militärjustizsystem unterstand.
Personendaten
NAME Gengler, Jules
ALTERNATIVNAMEN Gengler, Jules Albert Paul (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG belgischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
GEBURTSDATUM 28. Februar 1922
GEBURTSORT Moresnet-Chapelle, heute zu Plombières
STERBEDATUM 9. November 1942
STERBEORT Lüttich