Julia Acker (geboren 1898 in Lwiw; gestorben 1942 ebenda) war eine jüdisch-polnische Malerin und Grafikerin.
Julia Acker wurde 1898 in Lwiw geboren. Zu der Zeit gehörte die Stadt als Lemberg zur Habsburgermonarchie. Etwa die Hälfte der Einwohner waren Polen, ein Viertel waren Juden. Julia Acker studierte an der Freien Akademie der Bildenden Künste in Lemberg bei Leonard Podhorodecki und nahm nach dem Ersten Weltkrieg im neu gegründeten, unabhängigen Polen Privatstunden bei Paweł Gajewski.
Am 17. September 1939 wurde Lemberg von der Sowjetunion annektiert, aber ab Juni 1941 von Deutschland besetzt. 1942 beging Julia Acker aus Angst vor der ständigen Bedrohung Suizid und wurde auf dem Lemberger Friedhof beigesetzt; die Friedhofsdaten aus den Jahren 1941–1942 verzeichnen ihre Beisetzung am 7. Mai 1942.
Ihr Werk umfasst Genrebilder sowie Szenen aus dem jüdischen Gemeindeleben, Kinderporträts, Stillleben und Blumen. In frühen Werken finden sich auch Darstellungen von Theaterrequisiten. Acker war ab 1939 Mitglied der Ukrainischen Künstlergesellschaft SSR. Sie nahm zwischen 1933 und 1939 an Gruppenausstellungen in Lwiw und Warschau teil, 1937 an einer Ausstellung in Posen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Acker, Julia |
| KURZBESCHREIBUNG | jüdisch-polnische Malerin und Grafikerin |
| GEBURTSDATUM | 1898 |
| GEBURTSORT | Lwiw |
| STERBEDATUM | 1942 |
| STERBEORT | Lwiw |