Julia Ann

Julia Ann bei der Exxxotica Expo in Dallas (2015)

Julia Ann (* 8. Oktober 1969 als Julia Ann Tavella in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Pornodarstellerin und Tänzerin, die seit 1992 aktiv ist. Sie wurde bei den AVN, XRCO und XBIZ Awards seit 2008 insgesamt achtmal als MILF des Jahres ausgezeichnet, darunter allein viermal durch die Jury bzw. die Fans der AVN. 2004 wurde sie in die AVN Hall of Fame und 2012 in die XRCO Hall of Fame aufgenommen. 2017 wurde Ann mit dem AVN Award als Mainstream Star of the Year ausgezeichnet.

Leben

Julia Ann bei der AVN Adult Entertainment Expo (2011)

Als Julia Ann 12 Jahre alt war, zogen ihre Eltern nach Idyllwild in Kalifornien. Sie besuchte dort die High School. Mit 17 Jahren zog sie zurück in ihre Geburtsstadt Los Angeles. Ein Jahr später startete sie eine Karriere als Fotomodell. In den 1990er Jahren bildete Julia Ann zusammen mit ihrer Kollegin Janine Lindemulder das Striptease-Duo Blondage. Unter diesem Titel erschien 1994 auch ein Video mit den beiden, dem später mit Blondage 2 und Blondage 3 zwei Fortsetzungen folgten.

Julia Ann gab ihr Hardcore-Debüt 1993 an der Seite von Janine Lindemulder in dem Film Hidden Obsessions von Andrew Blake. Der Film enthält eine Lesben-Szene, in der die Darstellerinnen Dildos aus Eis benutzen und die 1993 mit einem AVN Award für die beste „All Girl Sex Scene“ des Jahres ausgezeichnet wurde. 1995 unterschrieb sie einen Vertrag bei Vivid. Ab 2001 arbeitete sie u. a. für Digital Playground und Wicked Pictures.

Julia Ann spielte unter anderem in den Filmen The Assignment, Hercules, Valley 911 und Housewives. Im Jahr 2004 wurde sie mit einem AVN Award als „Best Actress“ für ihre Rolle der bösen Chefin ‚Ellen Queen‘ in dem Spielfilmporno Beautiful ausgezeichnet, einem Film mit Stormy, der die Geschichte des Schneewittchens in einer modernen Variante erzählt. Der Film von Wicked Pictures gewann gleichzeitig den AVN Award als Video des Jahres. Durch Szenen mit deutlich jüngeren Partnern wie Bruce Venture erwarb sie sich ihren Status als MILF (Mom I’d Like to Fuck) bzw. Cougar.

Zuletzt drehte sie den Spielfilmporno Killer Sex & Suicide Blondes, der Anleihen bei Kill Bill und Tödliche Weihnachten nimmt.

Neben ihren Engagements im Pornogeschäft spielte Julia Ann auch in Hollywoodstreifen wie Veronica 2030 und der Teenager-Komödie The Girl Next Door. Sie war Fotomodell für das Mercedes-Benz-Lifestyle-Magazin „Benzo“ und Werbegesicht für „Third Rail Clothing“.

Am 21. Juni 2003 heiratete Julia Ann den Regisseur Michael Raven, von dem sie sich 2007 jedoch wieder scheiden ließ. Außerdem wurde sie in die AVN Hall of Fame aufgenommen.

Im April 2004 trat sie zusammen mit Janine Lindemulder wieder als Duo Blondage auf, um Geld für den „Adult Industry Assistance Fund“ zu sammeln.

Filmografie (Auswahl)

Im Juni 2026 listete die Internet Adult Film Database 1497 Filme auf, in denen sie mitgespielt hat.

Auszeichnungen

Nominierungen:

Commons: Julia Ann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Wicked Divas: Julia Ann the Legend (Memento vom 7. Juni 2009 im Internet Archive), Wicked Pictures promotional. Abgerufen am 27. Oktober 2007
  2. ↑ Julia Ann bei IMDb
  3. 1 2 3 4 5 Past AVN Award Winners (Memento vom 25. März 2013 im Internet Archive)
  4. ↑ Julia Ann. Abgerufen am 16. Juni 2026 (englisch).
  5. ↑ XRCO past winners. Abgerufen am 7. Januar 2008 (englisch).
  6. ↑ 2000 AVN Award Winners Announced. AVN Media Network, 17. Januar 2000, abgerufen am 21. Mai 2023.
  7. ↑ Julia Ann. In: avn.com. Abgerufen am 12. Januar 2013 (englisch).
  8. ↑ XRCO Names 25th Annual Award Nominees. AVN, 26. Februar 2009, archiviert vom Original am 10. Juli 2012; abgerufen am 11. August 2009 (englisch).
  9. 1 2 2010 AVN Award Announced. AVN.com, 10. Januar 2010, archiviert vom Original am 13. Januar 2010; abgerufen am 10. Januar 2010 (englisch).
  10. ↑ Peter Warren: 2011 XRCO Award Winners Announced. In: avn.com. AVN Media Network, 15. April 2011, abgerufen am 12. Juli 2026 (englisch).
  11. ↑ Peter Warren: XRCO Announces 2012 Hall of Fame Class. In: business.avn.com. 19. März 2012, archiviert vom Original am 30. Januar 2013; abgerufen am 12. Januar 2013 (englisch).
  12. ↑ AVN - And Now... The 2013 AVN Award Winners! Business.avn.com, 23. Januar 2013, archiviert vom Original am 15. Februar 2013; abgerufen am 8. Juni 2013 (englisch).
  13. ↑ Winners. XBIZ, abgerufen am 14. Februar 2014 (englisch).
  14. ↑ AVN announces the Winners of the 2015 AVN Awards. AVN Media Network, 25. Januar 2015, abgerufen am 28. Januar 2024 (englisch).
  15. ↑ 2017 AVN Award Winners Announced. AVN Media Network, 22. Januar 2017, abgerufen am 1. Juli 2026 (englisch).
  16. ↑ 2021 AVN Award Winners Announced. AVN Media Network, 24. Januar 2021, abgerufen am 15. Juni 2026 (englisch).
  17. ↑ 2024 AVN Award Winners Announced. AVN Media Network, 28. Januar 2024, abgerufen am 14. März 2024 (englisch).