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Julia Gutman (* 1993 in Sydney, New South Wales) ist eine australische bildende Künstlerin.


Julia Gutman absolvierte 2015 ihren Bachelor of Fine Arts in Malerei an der University of New South Wales. 2016 erhielt sie ein Graduate Scholarship am US-amerikanischen College Rhode Island School of Design (RISD) in Providence, wo sie 2018 mit einem Master of Fine Arts in Bildhauerei abschloss. Im selben Jahr erhielt sie hier ein Lehrstipendium Graduate Division Teaching Fellowship. Es folgten Aufenthalte als Artist in Residence am Elsewhere Museum in North Carolina (2019) und in den Waverley Artist Studios in Sydney (2020).
Gutman war Finalistin bei den australischen Wettbewerben Create NSW Visual Arts Emerging Fellowship im Artspace, Sydney (2020), beim 66th Blake Prize im Casula Powerhouse Arts Centre (2021) und beim Ramsay Art Prize der Art Gallery of South Australia (2021). 2023 gewann sie den renommierten Archibald Prize für ihr Porträtbild Head in the sky, feet on the ground der befreundeten australischen singenden Person Jessica Cerro, die unter ihrem Künstlernamen Montaigne Australien beim Eurovision Song Contest 2021 vertreten hatte. Mit 29 Jahren ist Gutman eine der Jüngsten unter den Preisträgern in der bis dahin 102-jährigen Geschichte dieser Auszeichnung.
Julia Gutman lebt und arbeitet in Sydney.
Gutman nutzt das Medium Stoff, mit dem sie belastete Vorstellungen von Weiblichkeit, Tradition und Erwartung thematisiert. Nach ihrem Studium an der Rhode Island School of Design 2018 lebte Julia Gutman in New York, wo sie abstrahierte Skulpturen aus gefundenen Textilien schuf und dabei „die sozio-historischen und feministischen Implikationen der Materialien erforschte“.
Nach dem Tod einer ihr nahen Freundin kehrte Gutman nach Sydney zurück und machte eine „große Bestandsaufnahme“ für eine Neuausrichtung ihres Lebens. In dieser Zeit des Wandels und der Trauer war die Stickerei für sie eine wichtige therapeutische Maßnahme. Sie fertigte Collagen aus Ölfarben, Stoffresten und Stickereien mit Titeln wie No one Told Me the Shadows Could Be so Bright oder Head in the sky, feet on the ground.
Bei der letztgenannten Arbeit, mit der sie den Archibald Prize gewann, sah sich Gutman von Egon Schieles Bild Sitzende Frau mit hochgezogenem Knie inspiriert. Die oft weiblichen Figuren in ihren Werken werden im Laufe der Zeit akribisch aufgebaut, im Gegensatz zu den kühn collagierten Hintergrundelementen, deren Stücke innerhalb eines Abends zusammenfinden können. „Es kommt der Punkt, an dem das Bild sagt: ‚Du kannst mich nicht mehr ändern‘, weil ich so viele Schichten Stoff übereinander verarbeitet habe, dass die Nadel nicht mehr durchpasst“, so Gutman.
Einzelausstellungen
Gruppenausstellungen (Auswahl)
Arbeiten Gutmans befinden sich im Ace Hotel von Sydney sowie in privaten Sammlungen.
| Personendaten | |
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| NAME | Gutman, Julia |
| KURZBESCHREIBUNG | australische bildende Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1993 |
| GEBURTSORT | Sydney, Australien |