Julia Stadlmann (* 2. Juli 1998 in Unzmarkt) ist eine österreichische Mathematikerin, deren Forschung zur analytischen Zahlentheorie und besonders zu Primzahlen und Siebmethoden gehört. Sie wurde durch neue Resultate zur Verteilung und zu beschränkten Lücken von Primzahlen bekannt.
Stadlmann wurde in Unzmarkt in der Obersteiermark geboren und besuchte das BG/BRG Judenburg, wo sie 2015 und 2016 an Mathematikolympiaden teilnahm. Im Alter von sechzehn Jahren besuchte sie ein Sommerprogramm der Universität Oxford; 2016 erhielt sie als Maturantin einen Dr. Hans Riegel-Fachpreis. Anschließend studierte sie am Merton College in Oxford und promovierte dort bei James Maynard. Nach einem Postdoktorandenjahr an der Stanford University wechselte sie als J. L. Doob Research Assistant Professor an die University of Illinois Urbana-Champaign.
Im Jahr 2023 erhöhte Stadlmann für Primzahlen in arithmetischen Progressionen zu glatten Modulen den Verteilungsexponenten von 0,5233 auf 0,525. Im Vorabdruck Bounded gaps between primes bewies sie 2026, dass unendlich viele Paare aufeinanderfolgender Primzahlen höchstens 240 auseinanderliegen, und verbesserte damit die seit 2014 geltende Schranke von 246. Dafür nutzte sie den Satz von Bombieri und Winogradow für neuere Gleichverteilungsabschätzungen für glatte Moduln. Die Arbeit wurde von Terence Tao als bemerkenswert bewertet. Wenige Tage später senkten Axiom Math und OpenAI die Schranke weiter auf 212 beziehungsweise 186; Axiom bezeichnete seine Arbeit als auf Stadlmanns Grundlagenarbeit aufbauend. Stadlmann hatte zwei Jahre an ihrem Beweis gearbeitet und nach eigener Aussage weder für die Mathematik noch für den Code oder die Ausarbeitung die Künstliche Intelligenz (KI) verwendet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stadlmann, Julia |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Mathematikerin |
| GEBURTSDATUM | 2. Juli 1998 |
| GEBURTSORT | Unzmarkt |