Julia Stein (* 1972 in Hamburg) ist eine deutsche Radio- und Fernsehjournalistin des NDR.
Ihren journalistischen Werdegang begann Stein mit einem Praktikum bei einer Lokalzeitung 1996. Früh entschied sich Stein für die Politikberichterstattung und studierte Politologie, Romanistik und Medienkultur an der Universität Hamburg und zwei Jahre an der Sorbonne in Paris.
Stein wurde Redaktionsleiterin des Medienmagazins Zapp, Teamchefin Recherche beim NDR Fernsehen und 2014 stellvertretende Leiterin des NDR-Ressorts Investigation in Hamburg.
Von 2015 bis 2021 war Stein Vorsitzende des netzwerk recherche. 2016 gehörte sie zu den wenigen deutschen Journalisten, die Teil des Internationalen Netzwerks investigativer Journalisten (ICIJ) waren, das die Namen der in den Panama Papers genannten Steuerhinterziehern der Öffentlichkeit zugänglich machte.
Ab dem 1. September 2016 leitete Julia Stein den Aufbau der trimedialen Abteilung Politik und Recherche im Landesfunkhaus Schleswig-Holstein des NDR in Kiel.
Der Stern berichtete im August 2022 über Vorwürfe gegen die Führungsspitze des NDR-Landesstudios in Kiel, namentlich Norbert Lorentzen und Julia Stein, dass „kritische Berichterstattung zu Mitgliedern der schleswig-holsteinischen Landesregierung unterdrückt“ werde. Daraufhin baten beide Journalisten um eine Entbindung von den bisherigen Aufgaben. Im Anschluss beauftragte der NDR den Dienstleister Deloitte mit einer Untersuchung, die in ihrem Bericht „keine Hinweise auf systematische oder bewusste Verstöße gegen die Programmgrundsätze des NDR“ fand, wenngleich Probleme bei der internen Kommunikation und Organisation festgestellt wurden.
Im Februar 2023 wechselte Stein in die Tagesthemen-Redaktion zu ARD Aktuell nach Hamburg zurück.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stein, Julia |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Radio- und Fernsehjournalistin des NDR |
| GEBURTSDATUM | 1972 |
| GEBURTSORT | Hamburg |