Juliane Engel

Juliane Jael Elise Engel (* 7. März 1982 als Juliane Jael Elise Lamprecht) ist eine deutsche Erziehungswissenschaftlerin und Hochschullehrerin an der Universität Frankfurt.

Leben und Wirken

Engel studierte ab 2002 Erziehungswissenschaften mit den Schwerpunkten Historisch-pädagogische Anthropologie, Schulpädagogik und Qualitative Bildungsforschung an der Freien Universität Berlin, wo sie im Dezember 2006 mit der Diplomarbeit Orientierungsrahmen der Leistungsbewertung bei Lehrern – eine qualitative Analyse auf der Basis von Gruppendiskussionen als Diplompädagogin abschloss. Ab Januar 2007 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im interdisziplinären DFG-Projekt „Repräsentationen und Praktiken der Geburt“ an der Freien Universität Berlin unter Leitung von Christoph Wulf tätig. Ab April 2008 arbeitete Engel als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Birgit Althans in der Abteilung Sozialpädagogik I des Fachbereichs Pädagogik, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. Im Juli 2010 wurde Engel mit der von Christoph Wulf betreuten Arbeit Evaluation und Imagination. Eine praxeologische Studie zu den Bewertungslogiken pädagogischer Akteure im Übergang vom Elementar- in den Primarbereich von der Freien Universität Berlin zur Dr. phil. promoviert.

Ab Juli 2011 arbeitete Engel als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ralf Bohnsack an der Freien Universität Berlin. Im Dezember 2013 wechselte sie als Postdoktorandin an das DFG-Graduierten-Kolleg der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im April 2016 wurde sie von der Universität Erlangen-Nürnberg zur Akademischen Rätin auf Zeit ernannt und arbeitete am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung von Benjamin Jörissen. 2019 und 2020 vertrat Engel den Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Universität Bamberg und im Wintersemester 2020/21 den Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Von 2018 bis 2024 war sie 1. Vorsitzende der Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft.

Im Dezember 2021 wurde Engel zur ordentlichen Professorin am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt und leitet seitdem dort den Arbeitsbereich Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schule und kulturelle Transformation. Im April 2023 war sie Gründungsdirektorin der interdisziplinären Forschungseinrichtung Center for Critical Computational Studies (C³S) der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit Juli 2023 ist sie Mitglied der Fritz Thyssen Stiftung im Arbeitskreis „Gesellschaftliche Arbeitsteilung in der multiplen Krise“. Seit 1. April 2026 ist Engel Bereichssprecherin im DFG-Sonderforschungsbereich in:just.

Engel ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.

Forschung

Engels Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der Schulpädagogik. Hier konzentriert sie sich auf die Bereiche Subjektivierung im Kontext globaler Transformationsdynamiken, (Post)digitale Kulturen des Lernens und der Bildung und zur Marginalisierung und Minorisierung in Schule und Unterricht. Zudem forscht sie zur Videographie im Unterricht.

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Lebenslauf Dr. Juliane Engel, abgerufen am 3. Juni 2026.
Personendaten
NAME Engel, Juliane
ALTERNATIVNAMEN Engel, Juliane Jael Elise (vollständiger Name); Lamprecht, Juliane Jael Elise (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Erziehungswissenschaftlerin und Hochschullehrerin
GEBURTSDATUM 7. März 1982