Julie Roberts

Julie Roberts (2019)

Julie Roberts (* 1. Februar 1979 in Lancaster, South Carolina, USA) ist eine US-amerikanische Country-Sängerin. Bekanntheit erlangte sie 2004 durch ihren Hit-Song Break Down Here.

Leben

Sie wurde 1979 in Lancaster als jüngstes Kind von Betty Lou Bredemus und Walter Grady Roberts geboren. Sie hat noch zwei ältere Geschwister: Den Bruder Eric sowie die Schwester Lisa. Bereits als Kind trat sie in ihrer Heimatstadt, aber auch in Freizeitparks wie Carowinds und Dollywood auf.

Nachdem sie zuerst an der University of South Carolina Lancaster (USCL) studierte, wechselte sie zur in der Country-Hochburg Nashville ansässigen Belmont University. Dort schloss sie im Jahr 2001 ein Studium im Bereich Business Administration ab.

Anschließend kam sie durch ihren Job als Empfangsdame und Assistentin beim Label Mercury Nashville erstmals mit der Musikindustrie in Berührung. Abseits der Arbeit sang sie in Clubs und nahm erste Demos auf. Über Umwege gelang eine dieser Demoaufnahmen zum Produzenten Brent Rowan. Jener war so beeindruckt, dass er die Aufnahme Luke Lewis, (dem damaligen CEO der Universal Music Group in Nashville, sowie Vorgesetzter von Robert), vorspielte. Dieser erkannte ihr Talent und 2003 wurde sie von MCA Nashville unter Vertrag genommen.

Ihre im Februar 2004 erschienene Debütsingle Break Down Here platzierte sich in den Top-20 der Billboard Hot Country Songs und in den offiziellen Billboard Hot 100. Am 10. Juni 2004 sang sie diesen auch live in der bekannten Tonight Show. Ihr Song Good To Go wurde Themensong der reichweitenstarken ABC-Sendung Good Morning America, bei der sie auch insgesamt viermal auftrat.

Schließlich wurde die Single im Oktober 2022 (18 Jahre danach) für mehr als 500'000 verkaufte Einheiten von der RIAA mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Das im Mai 2004 veröffentlichte, selbstbetitelte Debütalbum schaffte es in die Top-10 der US-Country Charts, auf Rang 51 der Billboard 200 und wurde im Dezember 2004 für über 500'000 Alben in den USA mit Gold zertifiziert. Die daraus ausgekoppelten Singles The Chance und Wake Up Older erreichten noch die Platzierungen 47, beziehungsweise 46 der amerikanischen Country-Charts.

Zwei Jahre später folgte erneut ein Auftritt in Jay Leno's Tonight Show, in welcher sie ihr bald erscheinendes, zweites Studioalbum bewarb. Jenes (Men & Mascara) erreichte Platz 4 der Country -sowie Rang 25 der offiziellen Album-Charts und somit die höchsten Platzierungen ihrer bisherigen Karriere. Dagegen floppten alle Auskoppelungen des Albums und verfehlten die offiziellen Singlecharts wie auch die Country-Hitparade.

Danach wurde es ruhig um sie, bis sie Mitte April 2011 ihre Multiple-Sklerose-Krankheit öffentlich machte. Kurze Zeit darauf folgte ihr drittes Werk Alive (deutsch: am Leben, Referenz auf ihre Erkrankung), welches keine Platzierungen in den Charts erreichen konnte.

Mitte 2013 wurde sie vom ehemaligen Elvis-Label Sun Records unter Vertrag genommen, welches im Oktober ihr viertes Soloalbum Good Wine & Bad Decisions herausbrachte. Dieses erreichte die Country Top-40, wie auch die Top-50 der Indie-Charts, verfehlte aber die Billboard 200.

Für Sun Records wurde ihr Album die erste Veröffentlichung seit 40 Jahren.

Angetrieben wurde ihr kleines Comeback durch die The Voice-Blind Auditions-Teilnahme vom 1. April 2013 (vierte Staffel). Da sich jedoch kein Coach umdrehte, schied sie aus.

2018 folgte die Autobiografie Beauty in the Breakdown: Choosing to Overcome. 2022 folgte nach gut neun Jahren ihr bislang letzter Tonträgern: Ain’t in No Hurry, welcher trotz guter Kritik keinen kommerziellen Erfolg erreichte.

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 US  Coun­try
2004 Julie Roberts
Mercury Nashville (UMG)
US51
Gold
Gold

(25 Wo.)US
Coun­try9
(54 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: 25. Mai 2004
2006 Men & Mascara
Mercury Nashville (UMG)
US25
(4 Wo.)US
Coun­try4
(13 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: 27. Juni 2006
2011 Alive
Ain’t Skeerd Records
— —
Erstveröffentlichung: 7. Juni 2011
2013 Good Wine & Bad Decisions
Sun Records
— Coun­try36
(2 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 2013
2022 Ain’t in No Hurry
ONErpm Nashville
— —
Erstveröffentlichung: 28. Oktober 2022

EPs

  • 2011: Who Needs Mistletoe
  • 2012: Sweet Carolina
  • 2012: Naked Series
  • 2012: Covered

Singles

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 US  Coun­try
2004 Break Down Here
Julie Roberts
US81
Gold
Gold

(12 Wo.)US
Coun­try18
(32 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: 23. Februar 2004
The Chance
Julie Roberts
— Coun­try47
(9 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 2004
2005 Wake Up Older
Julie Roberts
— Coun­try46
(8 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: Januar 2005

Weitere Singles

Literatur

Commons: Julie Roberts – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ CMT, AP Cover Julie Roberts’ Album Debut. In: news.belmont.edu. 2. Juni 2004, abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  2. ↑ The Tonight Show with Jay Leno Season 12 Air Dates. 11. Juni 2004, abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ 'Good to Go' With 'GMA'. In: abcnews.com. 1. Februar 2005, abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  4. ↑ Julie Roberts Opens Up About Battle With Multiple Sclerosis. In: tasteofcountry.com. 14. April 2011, abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  5. ↑ Julie Roberts re-Launches her Career with a new Release on Sun Records. In: sunrecords.com. 11. Juni 2013, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  6. ↑ Country Singer Julie Roberts Doesn’t Quite Land a Spot on ‘The Voice’. In: tasteofcountry.com. 2. April 2013, abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  7. 1 2 Chartquellen: US US2 US-Country
  8. ↑ Auszeichnungen für Musikverkäufe: US