Juliette (Louise) Alvin (geboren 1897 in Limoges; gestorben 30. September 1982 in London) war eine französisch-britische Cellistin und Pionierin der Musiktherapie.
Juliette Alvin studierte Violoncello und Viola da Gamba am Pariser Konservatorium, wo sie auch die Meisterklasse bei Pablo Casals besuchte. Sie schloss das Studium mit Auszeichnung ab und gab 1927 ihr Debüt als Cellistin in London an der Wigmore Hall.
1929 heiratete sie den britischen Rechtswissenschaftler William A. Robson und nahm die britische Staatsbürgerschaft an. Das Paar hatte drei Kinder.
Im Jahr 1958 gründete sie die Society of Music Therapy and Remedial Music, die Vorläuferin der British Association for Music Therapy. 1967 initiierte sie, gemeinsam mit anderen Musiktherapeuten, die erste Musiktherapieausbildung an der Guildhall School of Music and Drama in London.
Als Pionierin der ersten Generation der Musiktherapie im 20. Jahrhundert beeinflusste sie die Entwicklung der modernen Musiktherapie in Europa, den USA, Argentinien, Japan, Südkorea und China.
Ihr Buch zur Musiktherapie mit autistischen Kindern von 1978 gehörte zu den ersten Darstellungen zur Musiktherapie mit dieser Klientel. Dabei lag der Schwerpunkt auf praxisorientierten Falldarstellungen, der Entwicklung von Grundsätzen des Settings und der Aufteilung in aufeinander aufbauenden Phasen vom Selbstausdruck über die Entwicklung einer therapeutischen Beziehung bis hin zur Möglichkeit der Integration in eine Gruppe. Ihre Bücher wurden ins Deutsche, Italienische, Spanische, Japanische, Koreanische und Chinesische übersetzt.
In deutscher Übersetzung:
| Personendaten | |
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| NAME | Alvin, Juliette |
| ALTERNATIVNAMEN | Alvin, Juliette Louise |
| KURZBESCHREIBUNG | französisch-britische Cellistin und Musiktherapeutin |
| GEBURTSDATUM | 1897 |
| GEBURTSORT | Limoges |
| STERBEDATUM | 30. September 1982 |
| STERBEORT | London |