
Julius Bauschinger (* 28. Januar 1860 in Fürth; † 21. Januar 1934 in Leipzig) war ein deutscher Astronom.
Bauschinger war ab 1896 Direktor des Astronomischen Rechen-Instituts in Berlin. Von 1909 bis 1918 wirkte er als Direktor der Sternwarte Straßburg, von 1920 bis 1930 als Direktor der Sternwarte Leipzig. Sein Vater Johann Bauschinger war Ingenieur.
Er war seit 1920 ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften sowie seit 1911 korrespondierendes Mitglied der Bayerischen und seit 1927 der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
1991 wurde der Asteroid (2306) Bauschinger nach ihm benannt.
Bauschinger gilt als Spezialist der Bahnbestimmung und verfasste eine umfassende Monografie zu deren verschiedensten Methoden. Auch schrieb er Artikel über numerische Mathematik und Bestimmung der astronomischen Konstanten, unter anderem in der Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften. Bauschinger hat seine Doktorarbeit unter der Leitung von Hugo Hans von Seeliger gemacht, mit dem Titel Untersuchungen über die Bewegung des Planeten Merkur (Universität München, 1884).
Bauschingers Inaugural-Dissertation hatte den Titel Über die Biegung von Meridianfernrohren (München, 1888).
Er war einer der Teilnehmer der deutschen Expedition von 1882 nach Hartford, Connecticut, um den Venusdurchgang zu beobachten.
Bauschinger war gemeinsam mit Jean Peters Herausgeber der ersten deutschen achtstelligen Logarithmentafel, deren 1. Band: „Die achtstelligen Mantissen aller Zahlen von 1 bis 200.000“ im Jahre 1910 im Wilhelm Engelmann Verlag, Leipzig erschien. Der 2. Band, „Die achtstelligen Logarithmen der trigonometrischen Winkelfunktionen für jede Sexagesimalsekunde von 0° bis 90°“, erschien 1911 im selben Verlag. (Quelle: Einleitung zum 1. Band)
Diese Liste beruht auf dem Mathematics Genealogy Project:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bauschinger, Julius |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Astronom |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1860 |
| GEBURTSORT | Fürth |
| STERBEDATUM | 21. Januar 1934 |
| STERBEORT | Leipzig |