Carl Friedrich Julius Altmann (* 1. März 1814 in Potsdam; † 10. Juni 1873 ebenda) war ein deutscher Archivar, Philologe, Schriftsteller und Übersetzer.
Nach Erlangung des Doktorgrades (17. Februar 1838 in Berlin) lebte Altmann von 1838 bis 1843 als Schriftsteller in Dorpat, Sankt Petersburg und Moskau, wo er unter anderem geografische, statistische und philologische Studien betrieb.
In klösterlichen und staatlichen Bibliotheken in Moskau, Kasan, Kiew, Nischni Nowgorod und St. Petersburg entnahm er Handschriften russische, baltische, finnische und arabische Volkslieder und Lyrik, die er dann übersetzte und in Deutschland veröffentlichte.
Später lebte Altmann abwechselnd in Fürstenstein, Frankfurt am Main, und in Duisburg, dann in Berlin und schließlich seit 1872 in seiner Vaterstadt Potsdam, wo er im Jahr darauf starb.
Neuere Ausgaben:
In Julius Altmanns Nachlass fand sich eine große Zahl von Gedichten, die „von den bedeutendsten Componisten der Neuzeit“ vertont worden waren. Eine Auswahl der Komponisten, die Gedichte von ihm vertont haben: Franz Abt, Valentin Eduard Becker, Albert Dietrich, Ludwig Erk, Hermann Franke, Julius Grobe, Robert Radecke und Carl Reinecke. Eine detaillierte Liste der als Klavierlieder bzw. für Chöre vertonten Texte und der jeweiligen Komponisten ist auf der Webseite The LiederNet Archive zu finden.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Altmann, Julius |
| ALTERNATIVNAMEN | Altmann, Carl Friedrich Julius (vollständiger Name); Altmann, Julius Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Archivar, Philologe, Schriftsteller und Übersetzer |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1814 |
| GEBURTSORT | Potsdam |
| STERBEDATUM | 10. Juni 1873 |
| STERBEORT | Potsdam |