Julius Bab

Julius Bab (* 11. Dezember 1880 in Berlin; † 12. Februar 1955 in Roslyn Heights, New York) war ein deutscher Dramatiker der Berliner Moderne sowie Theaterkritiker. Er war Mitbegründer des Kulturbunds Deutscher Juden.

Leben

Julius Bab, Berliner Gedenktafel an der Bundesallee 19 in Berlin-Wilmersdorf

Bab war der Sohn des Kaufmanns Elkan Bab und dessen Ehefrau Fanny geborene Herrmann. Er heiratete 1904 Elisabeth Loos (1877–1963), das Ehepaar hatte drei Kinder, Björn, Ursula und Barbara. Bab besuchte das Askanische Gymnasium in Berlin, wo er u. a. Heinrich Eduard Jacob kennenlernte, danach studierte er von 1902 bis 1905 in Berlin und Zürich Germanistik, Philosophie und Geschichte. Sodann war er in Berlin als freier Schriftsteller, Dramaturg und Theaterkritiker für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften tätig. Er schloss sich der Volksbühnenbewegung an, deren Dramaturgische Blätter er 1923–1932 herausgab. Er war Dozent an der von Max Reinhardt gegründeten Schauspielschule des Deutschen Theaters. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des „Jüdischen Kulturbundes“ und leitete bis zu dessen Auflösung 1938 das Theaterressort.

Bab war ein enger Freund des Journalisten und Theaterkritikers Siegfried Jacobsohn und dessen wichtigster Mitarbeiter in den Anfangsjahren der Schaubühne, der späteren Weltbühne. 1938 emigrierte er über Frankreich in die USA. 1951 besuchte er Deutschland im Rahmen einer Vortragstour.

Werke (Auswahl)

Herausgeberschaft

Literatur

Commons: Julius Bab – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Dichtung der Todesbräute. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 5. April 2014, S. 15.