Julius Emil Leonhard

Julius Emil Leonhard (* 13. Juni 1810 in Lauban, Provinz Schlesien; † 23. Juni 1883 in Dresden) war ein deutscher Pianist, Musikpädagoge und Komponist.

Leben

Leonhard erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt. Nach dem Gymnasium studierte er in Breslau Klassische Philologie.

Ab 1842 wirkte er in Leipzig, wo er sich mit seinen Kompositionen einiges Ansehen erarbeitete. 1852 wurde Leonhard als Professor für Klavier an das Königliche Konservatorium für Musik nach München berufen. Zu seinen namhaftesten Schülern gehörten der Komponist Josef Gabriel Rheinberger sowie die Pianistin Sofie Menter. 1860 zog er nach Dresden, wo er seine Lehrtätigkeit am Königlichen Konservatorium fortsetzte.

Sein nach zeitgenössischer Wahrnehmung bedeutendstes Werk ist das 1854 vollendete und 1858 uraufgeführte Oratorium Johannes der Täufer op. 25. Der Musikwissenschaftler Theodor Kroyer hob an dieser Komposition besonders hervor, dass Leonhard neben anderen älteren Stilelementen bewusst versuchte, den historischen Klang der Bachschen Oboen- und Trompetenbesetzung zu rekonstruieren.

Werke (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Leonhard, Julius Emil
ALTERNATIVNAMEN Leonhard, Emil
KURZBESCHREIBUNG deutscher Pianist und Komponist
GEBURTSDATUM 13. Juni 1810
GEBURTSORT Lauban, Provinz Schlesien
STERBEDATUM 23. Juni 1883
STERBEORT Dresden