Johann Carl Julius Grube (* 16. Februar 1843 in Lübeck; † 18. Februar 1899 ebenda) war ein lübeckischer Architekt.
Julius war der Sohn des Maurermeisters Johann Anton Mathias Grube. Dieser genoss als solcher mit seinem Geschäft hohes Ansehen.
Am 29. Juni 1871 heiratete Julius Grube Fanny Anne Charlotte Oldenburg.
Schon seit 1872 gehörte Grube dem Verein der Kunstfreunde an. Er war Mitglied des Lübecker gemeinnützigen Bauvereins. Er war Vorstandsmitglied der Fortschrittspartei und anschließend Freisinnigen Volkspartei.
Als Maurermeister führte Grube das Geschäft seines Vaters weiter. Als er bei eigenen spekulativen Bauunternehmungen keine Erfolge hatte, beschränkte er ab 1875 seine Tätigkeit auf das Gebiet, auf dem er eine spezielle, nicht gewöhnliche Begabung hatte. Es war die des entwerfenden Architekten. Seine Schöpfungen zeichneten sich nicht allein durch stilvolle Formen, sondern auch durch eine zweckmäßige innere Einrichtung aus.
Die Familie wohnte in der Unteren Mühenstraße 874, zog 1877 in die auf eigene Kosten erschaffene Villa in der Charlottenstraße 5, wohnte seit 1879 in der Hüxstraße 296, bevor man 1898 in die Mengstraße 13 umzog.
1877 führte die Tischlerei Krüger seinen Entwurf eines Damenschreibtisches aus italienischen Nussbaum aus, der auf der Weihnachtsgewerbeausstellung ausgestellt wurde.
Nach seinen Entwürfen waren u. a. das Städtische Verwaltungsgebäude, die Markt- und Viehmarkthalle, die Gebäude der Privatbank und des Vorschuß- und Sparvereins, das Kollosseum, den Wintergarten des Hotels Kaiserhof, die Häuser des Herrn Krämer Mangels An der Trave und des Schlachters Johann Gottfried Heick gebaut respektive umgebaut worden.
Zur Deutsch-Nordische Handels- und Industrie-Ausstellung im Jahre 1895 schuf er das Eingangstor in Form einer Reproduktion des alten Mühlentores.
Grube verstand es liebenswürdige Umgangsformen mit der Genialität in seinem Fach zu verbinden. Hieraus erwuchsen ihm allgemeine Sympathien, welche für den geschäftlichen Verkehr in hohem Grade förderlich waren.
Nachdem Grube etwa ein halbes Jahr vorher durch einen Schlaganfall auf einer Seite fast gänzlich gelähmt wurde, erlag er im 57. Lebensjahr dem wenige Tage zuvor erlittenen zweiten Anfall.
Einige der Bauten Julius Grubes wurden bereits abgebrochen.
Der Luftangriff auf Lübeck der Royal Air Force in der Nacht zum Palmsonntag 1942 war der erste Angriff in Form eines Flächenbombardements eines deutschen Großstadtkerns durch das RAF Bomber Command im Zweiten Weltkrieg.
Es gibt jedoch auch Häuser, die heute noch stehen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grube, Julius |
| ALTERNATIVNAMEN | Grube, Johann Carl Julius (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | lübeckischer Architekt |
| GEBURTSDATUM | 16. Februar 1843 |
| GEBURTSORT | Lübeck |
| STERBEDATUM | 18. Februar 1899 |
| STERBEORT | Lübeck |