Karl Julius Leithäuser (* 11. April 1861 in Barmen, heute Wuppertal; † 10. Juni 1945 in Bad Godesberg) war ein deutscher Philologe, Schriftsteller, Namenforscher und Dialektologe.
Leithäuser wurde am 11. April 1861 in Barmen, heute Stadtteil von Wuppertal, in ärmlichen Verhältnissen geboren. Nach dem Besuch der Oberrealschule in Barmen begann er 1881 ein Studium der Philologie in Halle (Saale), nach dessen Abschluss er ab 1885 als Hilfslehrer in seiner Geburtsstadt Barmen tätig war. 1887 erfolgte der Wechsel als Lehrer zum Barmer Realgymnasium.
Bereits 1891 erschien seine erste Veröffentlichung über das Thema Gallicismen in niederrheinischen Mundarten. Nach seiner Heirat mit Elise Wirminghaus 1891 veröffentlichte er zahlreiche Werke zur bergischen Ortsnamenkunde, zur Geschichte des Wuppertals und auch zur Geschichte seines Realgymnasiums. Weite Beachtung fanden seine Werke über und in bergischen Mundarten, die er ab 1910 größtenteils unter dem Pseudonym J.L. Gemarker veröffentlichte.
1923 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität zu Köln. 1925 wurde er zum Ehrenmitglied des Bergischen Geschichtsvereins ernannt. Im gleichen Jahr quittierte er aufgrund einer chronischen Atemwegserkrankung den Schuldienst und unterrichtete bis 1937 das Fach „Bergische Mundart“. 1937 verstarb seine Frau.
Bei dem Luftangriff auf Barmen 1943 verlor er mit seinem Wohnhaus seine gesamten Unterlagen. Am 11. September des gleichen Jahres zog er nach Bad Godesberg um, wo er im Alter von 84 Jahren verstarb.
Als Julius Leithäuser:
Ab 1910 überwiegend als J.L. Gemarker
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leithäuser, Julius |
| ALTERNATIVNAMEN | Leithäuser, Karl Julius (vollständiger Name); Gemarker, J.L. (Pseudonym); Leithaeuser, Julius |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Philologe, Schriftsteller, Namenforscher und Dialektologe |
| GEBURTSDATUM | 11. April 1861 |
| GEBURTSORT | Barmen, heute Wuppertal |
| STERBEDATUM | 10. Juni 1945 |
| STERBEORT | Bad Godesberg |