Julius Steinhardt (* 25. November 1880 in Naumburg (Saale); † November 1955 in Hamburg-Ohlsdorf) war ein deutscher Offizier und Schriftsteller der Kolonialliteratur.
Der Sohn eines aktiven Offiziers besuchte die Gymnasien in Naumburg, Wesel und Moers. Nach dem Abitur trat er 1899 in das 11. Kasseler Feld-Artillerie-Regiment ein und erreichte nach zehnjähriger Dienstzeit den Rang eines Oberleutnants. 1909 nahm er seinen Abschied und ging er nach Deutsch-Südwestafrika, wo er sich seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten verdiente, unter anderem auf den Diamantenfeldern. Schließlich erwarb er die Farm „Otjomikambo“ am Omuramba Omatako. Dort widmete er sich in erster Linie der Jagd. Während des Ersten Weltkriegs befand er sich in britischer Gefangenschaft, wo sein Material verlorenging bzw. vernichtet wurde. 1919 kehrte er nach Deutschland zurück. 1924/25 unternahm er eine Studienreise nach Nordafrika. Seit Mitte 1928 wohnte er als freier Schriftsteller in Berlin-Schöneberg. 1929/30 unternahm er eine Reise in den Sudan und nach Ostafrika.
Er ist Verfasser zahlreicher Abenteuer-, Jagd- und Tiergeschichten, v. a. für die Jugend.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Steinhardt, Julius |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Offizier und Schriftsteller der Kolonialliteratur |
| GEBURTSDATUM | 25. November 1880 |
| GEBURTSORT | Naumburg (Saale) |
| STERBEDATUM | November 1955 |
| STERBEORT | Hamburg-Ohlsdorf |