Junillus Africanus (floruit 541–549, auch Iunillus oder Iunilius) war Quaestor des heiligen Palastes (quaestor sacri palatii) am Hof des byzantinischen Kaisers Justinian. In dieser Position war er Nachfolger von Tribonianus, einem maßgeblichen Mitarbeiter der Kodifizierung des römischen Rechts, an dessen Ergänzung Junillus beteiligt war. Der Nachwelt bekannt wurde er durch sein Werke zur Bibelexegese Instituta regularia divinae legis. Junillus war der Schüler von Paulus dem Perser, Lehrer an der Schule von Nisibis, welcher wiederum unter dem Einfluss der Schriften von Theodor von Mopsuestia stand. Junillus trug wesentlich dazu bei, die Antiochinitische Exegeseschule im Westen bekannt zu machen. Prokopios von Caesarea schildert Junillus in seinen Anekdota als schlecht erzogenen, bestechlichen Beamter, der weder juristische Kenntnisse besaß noch ordentlich Griechisch konnte. Diese Beschreibung entsprang jedoch wahrscheinlich der Unzufriedenheit mit Justinians rigoroser Regulierung des Erziehungssystems oder damit, wie die kaiserliche Verwaltung gehandhabt wurde. Man kann mit großer Sicherheit annehmen, dass Junillus mindestens eine elementare juristische Ausbildung besaß. Cassiodor jedenfalls schätzte Junillus' Instituta und empfahl sie als Einführungswerk in die Biblische Exegese, wodurch sie auch für spätere Generationen des lateinischen Mittelalters zur Standardlektüre wurde, und der Text immer wieder kopiert wurde.
| Personendaten | |
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| NAME | Junillus Africanus |
| ALTERNATIVNAMEN | Iunillus Africanus; Iunilius Africanus |
| KURZBESCHREIBUNG | Quaestor des heiligen Palastes (quaestor sacri palatii) am Hof des byzantinischen Kaisers Justinian |
| GEBURTSDATUM | 5. Jahrhundert oder 6. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 6. Jahrhundert |