Gerechter Übergang

Gerechter Übergang oder Just Transition bezeichnet politische Ansätze, soziale Gerechtigkeit in die Energiewende im Rahmen des Klimawandels miteinzubeziehen. Durch Ansätze eines gerechten Übergangs sollen Arbeiter und Regionen, die besonders von einem Umstieg fossiler Brennstoffe auf erneuerbare Energien betroffen wären, unterstützt werden und Klimagerechtigkeit für gegenwärtige und zukünftige Generationen erreicht werden.

Mechanismen

Der Internationale Gewerkschaftsbund geht davon aus, dass Gesetze für einen gerechten Übergang landesspezifische Unterschiede aufweisen müssen, schlug 2015 aber auch fünf Maßnahmen vor, die für alle Länder weltweit gelten:

Europäische Union

Die Europäische Union hat einen Mechanismus des gerechten Übergangs als Teil der Klimastrategie European Green Deal eingeplant. Zwischen 2021 und 2027 sollen Regionen innerhalb der Europäischen Union, deren Arbeitsmarkt und wirtschaftliche Stärke besonders abhängig sind von fossilen Brennstoffen, finanziell unterstützt werden, um negative gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen der Energiewende abzufangen. Der Just Transition Fund (JTF) wurde mit 17 Mrd. Euro ausgestattet und soll Gesamtinvestitionen von 30 Mrd. Euro bewirken.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Peter Newell, Dustin Mulvaney: The political economy of the ‘just transition’. In: The Geographical Journal. Band 179, Nr. 2, 2013, ISSN 1475-4959, S. 132–140, doi:10.1111/geoj.12008 (wiley.com [abgerufen am 14. November 2020]).
  2. ↑ Frontlines Briefing March 2015. Climate Justice: There are no Jobs on a Dead Planet. Internationaler Gewerkschaftsbund, März 2015, abgerufen am 14. November 2020.
  3. ↑ The Just Transition Mechanism: making sure no one is left behind. Europäische Kommission, abgerufen am 14. November 2020 (englisch).
  4. ↑ https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/priorities-2019-2024/european-green-deal/finance-and-green-deal/just-transition-mechanism/just-transition-funding-sources_en