| KDE Linux | |
|---|---|
| Entwickler | KDE |
| Lizenz(en) | Freie Software |
| Erstveröff. | September 2025 (Alphaversion) |
| Kernel | Linux |
| Abstammung | Linux (unixoid) ↳ Arch Linux ↳ KDE Linux |
| Architektur(en) | x86-64 |
| Sonstiges | Entwicklungsstand: Alpha (Stand: November 2026) Paketverwaltung: Flatpak über Discover |
| linux.kde.org | |
KDE Linux ist eine freie, benutzerorientierte Linux-Distribution der KDE-Community. Sie soll die Software von KDE, insbesondere die Desktopumgebung Plasma, möglichst unverändert präsentieren und zugleich als Entwicklungs- und Testplattform für KDE-Software dienen. Die Distribution befindet sich im Alpha-Stadium (Stand: November 2026).
Das Projekt wurde 2024 von Harald Sitter auf der KDE-Konferenz Akademy unter dem Arbeitstitel „Project Banana“ vorgestellt. Nach KDE neon ist es der zweite Versuch des KDE-Projekts, eine eigene Distribution zu schaffen. Auf der Akademy 2025 kündigte Nate Graham die erste Alphaversion an. Sie erschien im September 2025. Im November 2026 sahen die Entwickler das Projekt zu etwa 85 Prozent auf dem Weg zur Betaversion; einen Termin dafür nannten sie nicht.
KDE Linux ist eine abbildbasierte (image-based) Distribution mit einem unveränderlichen Basissystem, das aus Paketen von Arch Linux erstellt wird. Das Verzeichnis /usr ist ein schreibgeschütztes EROFS-Abbild; Aktualisierungen werden mit systemd-sysupdate als vollständige neue Abbilder eingespielt. Da mehrere ältere Abbilder vorgehalten werden, kann nach einem fehlerhaften Update zu einer früheren Version zurückgekehrt werden. Als Dateisystem dient Btrfs mit standardmäßig aktivierten Snapshots, auch für die Benutzerverzeichnisse. Die Entwickler prüfen, die Arch-Linux-Basis künftig durch das Build-Werkzeug BuildStream zu ersetzen, was auch Versionen für Arm und RISC-V erleichtern soll.
Einen klassischen Paketmanager gibt es nicht. Anwendungen werden als Flatpaks über die KDE-Anwendung „Discover“ installiert, über die auch die Systemaktualisierungen laufen. Software, die nicht in Discover verfügbar ist, kann über die vorinstallierten Containerwerkzeuge Distrobox und Toolbx, als AppImages oder über zusätzliche Paketverwaltungen wie Nix oder Homebrew bezogen werden. Seit Oktober 2026 ist das Kernelmodul ntsync standardmäßig aktiviert, das die Leistung von Spielen unter Wine und Proton verbessert.
Vorausgesetzt werden ein Rechner mit UEFI und einem Prozessor von AMD oder Intel, 2 GB Arbeitsspeicher und 50 GB Speicherplatz auf einem eigenen Laufwerk. Secure Boot wird noch nicht unterstützt und muss deaktiviert werden (Stand: November 2026).