
Das Verwaltungsgebäude Klöckner-Humboldt-Deutz, auch KHD-Hauptverwaltung, KHD-Hochhaus oder Messehochhaus ist ein unter Denkmalschutz stehendes Hochhaus an der Kölnmesse im südlichen Teil des Kölner Stadtteils Mülheim.
Das Veraltungsgebäude für die gemeinsame Verwaltung der Motorenfabrik Deutz und der Maschinenbauanstalt Humboldt wurde für Klöckner-Humboldt-Deutz von 1961 bis 1964 von den Architekten Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg errichtet. Das Hochhaus wurde nach dem Vorbild von Bauten Mies van der Rohes als eine Hochhausscheibe mit 13 Bürogeschossen, die in ein Traggerüst von ebenso vielen Bindern eingespannt sind, erbaut. Das Hochhaus wurde freistehend nahe der gleichzeitig errichteten, aufgeständerten Verbindungsstraße zwischen der Zoobrücke und dem Autobahnkreuz Köln-Ost errichtet. Zu dem Baukomplex gehört vorgelagert östlich ein geschlossener, dunkel verkleideter Rechteckbau, das als Werksmuseum für die Sammlung von Motoren eigener und konkurrierender Entwickler und Produzenten erbaut wurde. Ein auf der anderen Seite anschließender, transparenter Kasinobau wurde abgebrochen.
Östlich des Hochhauses entstand an der Deutz-Mülheimer Straße entstand bis 1999 vorgelagert ein Erweiterungsbau in Form einer zweiten kleineren Hochhausscheibe. Im Mai 1992 wurde der Komplex aus Hochhaus und ehemaligen Museum mit der Nummer 6484 in die Denkmalliste der Stadt Köln aufgenommen. Nach der Aufgabe von Geschäftszweigen der Klöckner-Humboldt-Deutz in den 1980er und 1990er Jahren wurde die Hauptverwaltung aufgelöst und die Nutzung übernahm ein Mobilfunkanbieter. Mitte der 90er-Jahre wurde das Gebäude unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange saniert. 2005 übernahm als Mieter die Kölner Messe das Gebäude. Im ehemaligen Museum befindet ich aktuell eine Boulderhalle.
Koordinaten: 50° 56′ 48,75″ N, 6° 58′ 59,8″ O