Kaisa Aglen

Kaisa Årflot Aglen (* 10. Februar 1985 in Volda, Provinz Møre og Romsdal) ist eine norwegische Lyrikerin.

Leben und Werk

Kaisa Aglen wuchs auf dem Hof Ekset nordwestlich von Volda auf. 2005 zog sie nach Trondheim, wo sie an der dortigen Universität Philosophie studierte. Einen Teil ihres Studiums verbrachte sie am Institut für Friedens- und Konfliktforschung der Universität Uppsala.

Ihr Debüt als Lyrikerin gab Kaisa Aglen 2012 mit Kvar i kroppen sit ingenting (Wo im Körper sitzt das Nichts). Der norwegische Literaturwissenschaftler Atle Kittang lobte ihren „hyperimpressionistischen Schreibstil“ und die Präzision, mit der sie sinnliche Details herausarbeitet. 2016 veröffentlichte sie ihren zweiten Band mit dem Titel Mellom krig (wörtlich: Zwischen Krieg), in dem sie untersucht, wie Menschen und Medien den Krieg verstehen und über ihn sprechen. Der Band, 2017 für den NTNU-Literaturpreis nominiert, wurde positiv besprochen. Der Kritiker Fartein Horgar schrieb, dass sich Kaisa Aglen zu einer Stimme entwickelt habe, „die mehr will, als nur das Offensichtliche aufzuzeigen“. Das Buch erschien 2026 in der Nachdichtung von Andrea Dobrowolski und Uwe Englert auch auf Deutsch. In Eit større regn (Ein größerer Regen), erschienen 2023, thematisiert Aglen das Verhältnis von Krankheit und Gesellschaft.

Kaisa Aglen ist auch als Nachdichterin aktiv und hat unter anderem Texte von Solmaz Sharif ins Norwegische übertragen. Sie schreibt auf Nynorsk.

Werk

Einzelnachweise

  1. ↑ Kaisa Aglen, Norsk Forfattersentrum (abgerufen am 3. August 2026).
  2. ↑ Atle Kittang, in: Klassekampen (2012). Hier zitiert nach Kvar i kroppen sit ingenting, kaisaaglen.no (abgerufen am 3. August 2026).
  3. ↑ Vil noe mer enn å påpeke det opplagte, Adresseavisen, 26. Oktober 2016.
  4. ↑ Kaisa Aglen: Zwischen Krieg, Parasitenpresse (abgerufen am 27. August 2026).
Personendaten
NAME Aglen, Kaisa
ALTERNATIVNAMEN Aglen, Kaisa Årflot (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG norwegische Lyrikerin
GEBURTSDATUM 10. Februar 1985
GEBURTSORT Volda, Norwegen