| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| GC7A | Krankheiten durch Brustvergrößerung |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |

Bei der Kapselfibrose (englisch capsular contracture) handelt es sich um die Ausbildung einer harten bindegewebsartigen, teilweise schmerzhaften Kapsel, die infolge einer Brustvergrößerung durch Einsetzen eines Implantats entsteht. Bei dieser Fremdkörperreaktion kann es zu starken Verformungen der Brust kommen.
Grundsätzlich entsteht um jeden Fremdkörper eine Kapsel aus Narbengewebe. In den meisten Fällen bereitet dies keine Probleme, da die Kapsel sehr zart ist. Warum es aber in bis zu 15 Prozent der Fälle einer Brustvergrößerung zur Entstehung einer Kapsel mit Beschwerden kommt, ist nicht genau geklärt. Man vermutet eine Entzündungsreaktion durch eine Besiedelung der Implantate mit Bakterien, da diese relativ häufig auf ihnen nachgewiesen werden können. Gehäuft tritt das Problem aber auch nach anderen Komplikationen, wie etwa Nachblutungen, auf. Auch nach Bestrahlungen bei Brustrekonstruktionen durch Implantate tritt eine Kapselfibrose gehäuft auf. Verschiedene Modifikationen der Implantatoberfläche sollen das Risiko mindern.
Gebräuchlich ist eine klinische Einteilung, die auf einen Kongressbeitrag des amerikanischen plastischen Chirurgen James L. Baker Jr. (Florida) zurückgeht.
Die Therapie erfolgt meistens operativ durch