Karl Wulzinger

Karl Friedrich Paul Wulzinger (* 29. Juni 1886 in Würzburg; † 26. Mai 1948 in Karlsruhe) war ein deutscher historischer Bauforscher.

Leben

Karl Wulzinger war der Sohn des Oberrechnungs- und Regierungsrats in München, Ferdinand Wulzinger. 1896/97 besuchte er das Maximiliansgymnasium und anschließend das Realgymnasium in München. Von 1905 bis 1909 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule München. Seit dem Studium war er Mitglied der Studentenverbindung Akademischer Gesangverein München im SV. Er trat zunächst in den bayerischen Staatsbaudienst ein und arbeitete unter Friedrich von Thiersch am Erweiterungsbau der Technischen Hochschule. 1911 folgte eine achtmonatige Studienreise nach Konstantinopel und Kleinasien. 1913 promovierte Wulzinger bei Cornelius Gurlitt an der Technischen Hochschule Dresden mit der Dissertation Drei Bektaschi-Klöster Phrygiens. 1912 bis 1914 arbeitete er als Grabungsarchitekt in Milet unter dem Archäologen Theodor Wiegand, anschließend leistete er seinen Kriegsdienst, zunächst 1914 bis 1916 in den Vogesen und 1916 bis 1918 wiederum unter Theodor Wiegand im Deutsch-Türkischen Denkmalschutzkommando in Syrien, Palästina und dem nördlichen Sinai.

Nach Habilitation (1914) und Lehrtätigkeit (1919) an der Technischen Hochschule in München war Wulzinger seit 1920 ordentlicher Professor für Kunst- und Baugeschichte an der Technischen Hochschule Karlsruhe, deren Rektor er 1928/29 war. 1937 wurde er Mitglied der NSDAP, 1945 wurde er daher suspendiert, 1946 jedoch wieder eingestellt. Nachfolger Wulzingers wurde 1950 sein früherer Assistent Arnold Tschira.

Publikationen

Literatur

Literatur(nachweise)

Einzelnachweise

  1. ↑ Adreßbuch für München, Band 1893 (online / OPAC BSB München)
  2. ↑ Jahresbericht über das K. Maximilians-Gymnasium in München für das Schuljahr 1896/97, Klasse 1b
  3. ↑ Sondershäuser Verband Deutscher Sängerverbindungen: A.H.-Anschriften-Buch. Mitglieder-Verzeichnisse sämtlicher A.H.-Verbände. Stand vom 15. April 1929. München 1929, S. 167.
  4. ↑ Verlustliste 1. Weltkrieg / Bayerische Verlustliste 253, 3. März 1916, Brigade-Ersatzbataillon Nr. 4, 2. Kompagnie: Leutnant d. Reserve der Infanterie Karl Wulzinger - Würzburg - durch Unfall leicht verletzt
Personendaten
NAME Wulzinger, Karl
ALTERNATIVNAMEN Wulzinger, Karl Friedrich Paul (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher historischer Bauforscher
GEBURTSDATUM 29. Juni 1886
GEBURTSORT Würzburg
STERBEDATUM 26. Mai 1948
STERBEORT Karlsruhe