Karl Bochow

Karl Bochow

Karl Bochow (* 28. März 1861 zu Luckau, Niederlausitz; † 25. März 1937 in Nordhausen am Harz) war ein deutscher Gymnasiallehrer für Mathematik und Naturwissenschaften. In Magdeburg leitete er das Naturkundliche Museum.

Leben

Nach dem Abitur am Luckauer Gymnasium studierte Bochow an der Universität Leipzig Mathematik und Naturwissenschaften. 1879 wurde er (wie Georg Kautz) im Corps Thuringia Leipzig recipiert. Als Inaktiver wechselte er an die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und die Friedrichs-Universität Halle. Mit einer mathematischen Doktorarbeit wurde er 1885 in Halle zum Dr. phil. promoviert. 1886 bestand er das Staatsexamen. Nachdem er als Einjährig-Freiwilliger in Torgau gedient hatte, absolvierte er ab Ostern 1887 das Probejahr am Viktoria-Gymnasium in Burg (bei Magdeburg). Dort war er noch bis 1890 als Hilfslehrer unentgeltlich beschäftigt. Im Mai 1890 nach Magdeburg zur Vertretung an das städtische Realgymnasium geschickt, war er dort vier Jahre wissenschaftlicher Hilfslehrer. Als Oberlehrer unterrichtete er auch an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg. Für den Naturwissenschaftlichen Verein zu Magdeburg war er vom 8. März 1898 bis zum 5. November 1901 Vorsteher des Museums für Naturkunde. Aus dem Vereinsmuseum ging das noch heute bestehende (städtische) Museum für Naturkunde Magdeburg hervor. Fünf Jahre war Bochow Schatzmeister der (reichsweiten) Magdeburgischen Sterbekasse akademisch gebildeter Lehrer. 1904 wurde er aufgefordert, in den Staatsdienst überzutreten, um an einem mit einer königlichen Anstalt verbundenen pädagogischen Seminar sein Fach zu vertreten. Ostern 1905 kam er für zweieinhalb Jahre an das Stiftsgymnasium in Zeitz. Er wurde dort zum Professor ernannt und erhielt den Rang der Räte IV. Klasse. 1908 wurde er als Direktor und Amtsnachfolger von Max Nath an das Nordhäuser Realgymnasium berufen. Als Studiendirektor trat er 1924 in den Ruhestand. Er war der Amtsvorgänger von Fritz Grabs. Er starb kurz vor seinem 76. Geburtstag.

Familie

Er war der Vater des Schriftstellers und Wirtschaftswissenschaftlers Martin Bochow (1898–nach 1953).

Veröffentlichungen

Literatur

Anmerkungen

  1. ↑ Das Viktoria-Gymnasium firmiert heute als Burger Roland-Gymnasium.
  2. ↑ Das Museum für Naturkunde war damals im Gebäude des ehemaligen Generalkommandos IV am Domplatz 5 untergebracht.

Einzelnachweise

  1. ↑ Kösener Corpslisten 1960, 91/131.
  2. ↑ Dissertation: Der Differentialquotient zu beliebigem Index. Uebersicht ueber die bisherige Entwicklung dieser Theorie und ausführliche Darstellung der reellen Differentiation zu beliebigem reellem Index.
  3. ↑ Max Nath – NordhausenWiki, abgerufen am 13. August 2022.
  4. ↑ Kösslers Lehrerlexikon
  5. ↑ Liste der Lehrer am Realgymnasium Nordhausen 1885–1935 (Nordhausen Wiki)
  6. ↑ Fritz Grabs – NordhausenWiki, abgerufen am 13. August 2022.
  7. ↑ Martin Bochow – NordhausenWiki, abgerufen am 25. Dezember 2021.
  8. 1 2 3 Programm Magdeburg städt. Realschule
  9. 1 2 3 4 Programm Nordhausen Realgymnasium
Personendaten
NAME Bochow, Karl
ALTERNATIVNAMEN Bochow, Karl Theodor Martin (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften; Museumsleiter in Magdeburg
GEBURTSDATUM 28. März 1861
GEBURTSORT Luckau, Niederlausitz
STERBEDATUM 25. März 1937
STERBEORT Nordhausen