Karl Bulling (* 24. Juli 1885 in Ilmenau; † 30. März 1972 in Jena) war ein deutscher Bibliothekar.
Bulling, Sohn des Handschuhfabrikanten Adolf Bulling, besuchte das Gymnasium in Schleusingen und studierte anschließend Deutsch, Geschichte, Latein und Philosophie in München und Leipzig. Er war Mitglied der Studentenverbindung ATV Germania-München im ATB. Er wurde 1910 in Leipzig promoviert und legte 1914 das Staatsexamen ab. Im gleichen Jahr wurde er Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek Jena, bevor er mit Beginn des Ersten Weltkriegs als Soldat einberufen wurde. Im Krieg geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1920 entlassen wurde.
Im selben Jahr wurde Bulling Hilfsbibliothekar an der UB Jena und 1924 Bibliotheksrat. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1945 bei einem Bombenangriff in der Bibliothek verschüttet und schwer verletzt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Bulling 1945 stellvertretender (bzw. von 1952 bis 1954 kommissarischer) Direktor der Universitätsbibliothek Jena. 1958 wurde ihm der Titel Professor verliehen. Er ging 1960 in den Ruhestand.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bulling, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bibliothekar |
| GEBURTSDATUM | 24. Juli 1885 |
| GEBURTSORT | Ilmenau |
| STERBEDATUM | 30. März 1972 |
| STERBEORT | Jena |