Costa hatte bereits sein 60. Lebensjahr erreicht, als er mit Bruder Martin, einem Volksstück mit Gesang, seinen größten Erfolg hatte. Das Stück wurde am Raimundtheater über 200-mal gespielt. Vor und nach diesem Erfolg wurde er von Leid, schweren Krankheiten sowie materieller Not heimgesucht, und erst eine von der Stadt Wien zuerkannte jährliche Ehrengabe ermöglichte ihm sorglose letzte Lebensjahre. Er schrieb in dieser Zeit noch Glücksnarren sowie das Lebensbild Franz Schubert, bei dessen Erstaufführung im Raimundtheater der Autor letztmals durch Ovationen geehrt wurde.
Costa, der letzte Wiener Volksdichter, verbrachte seine letzten Lebensjahre physisch geschwächt in seinem Arbeitsstuhl, den er auch zum Schlafen nicht verließ, da ihm Asthma ein Bett zu benutzen verunmöglichte. Vierzehn Tage vor seinem Tod trat der Schriftsteller auf Burg Hartenstein eine Kaltwasserkur an, deren Unverträglichkeit die Rückreise in seine Wohnung (Roter Hof6, Wien-Josefstadt) notwendig machte.
Karl Costa ist ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof gewidmet (Gruppe 0, Reihe 1, Nr. 68). Im Jahr 1912 wurde in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Wiener Gemeindebezirk) die Costagasse nach ihm benannt.
Sein Sohn Martin Costa (1895–1974) betätigte sich ebenfalls schriftstellerisch; ein zweiter Sohn, Felix Kostia-Costa (1887–1942), war Verlagsleiter des Paul-Zsolnay-Verlages; die Tochter Klara war beim Ableben des Vaters 15 Jahre alt. Die Nachkommen entsprangen der zweiten Ehe mit der aus Frankfurt stammenden, 30 Jahre jüngeren Schauspielerin Rosa Goldstern (1862–1916), die Costa in seiner Zeit als Josefstädter Theaterdirektor kennengelernt hatte.
—, Anton M(ichael) Storch (Musik), Anton Storch (Musik): Aufwärts von Stufe zu Stufe, Posse, 1870; Seitenstück zu Hugo Müller (1830–1881): Von Stufe zu Stufe. (Erstaufführung des Seitenstücks am 7. Mai 1870 im Vaudeville-Theater, der Vorgängerbühne des Strampfer-Theaters.)
—, Franz Roth (Musik): Wir Demokraten! Sociales Original-Volksstück mit Gesang in drei Abtheilungen und sieben Bildern, 1870, Volltext online.
Eine Frau nach der Mode. Volksstück mit Gesang in 6 Bildern, 1870
Der Prinz von der Nadel. In fünf Bildern mit Gesang, Kindermärchen, 1871
Ein alter Junggeselle. Original-Posse mit Gesang in fünf Akten, 1875
—, Carl Kleiber (Musik): Ein Kreuzer. Original-Posse mit Gesang und Tanz in drei Acten und sechs Bildern, 1875
—, Carl Millöcker (Musik): Ein Blitzmädel. Posse mit Gesang in vier Acten, 1877
—, Paul Mestrozi (Musik): Die Türken vor Wien. Vaterländisches Volksstück mit Gesang in vier Bildern nebst Prolog und Epilog. (1882; uraufgeführt am 1. August 1883 im Theater in der Josefstadt)
—, Richard Thiele (Musik): Die Goldtante. Posse mit Gesang in vier Akten. Busing, Wien 1888
—, Max von Weinzierl (Musik): Bruder Martin. Volksstück mit Gesang in vier Acten. Selbstverlag des Verfassers, Wien 1895
—, Max von Weinzierl: Glücksnarren. Wiener Volksstück mit Gesang in fünf Acten. Selbstverlag des Verfassers, Wien 1897
—, Max von Weinzierl: Fechtbrüder. Posse mit Gesang in vier Acten, 1898
Das Hufeisen. Volksstück mit Gesang in vier Acten, 1900
—, Franz Schubert (Musik), Carl Antropp (Musik-Zusammenstellung): Franz Schubert. Volksstück mit Gesang in sechs Bildern. Selbstverlag des Verfassers, Wien 1904
Wilhelm Sterk (Text), — (in Teilen), Leon Jessel (Musik): Die goldene Mühle. Singspiel in drei Akten und vier Bildern. (1936 uraufgeführt).
—, Karl Kapeller (Musik): Die Fechtbrüder, Posse, s.a.
Susanne Wolf: Aspekte zu einer Dramaturgie der Moral. Welt- und Zeitbild in den Volksstücken Karl Costas. Beobachtungen zum Wiener Volkstheater Ende des 19. Jahrhunderts. Diplomarbeit. Universität Wien, Wien 1988, OBV.