Karl Daeves

Karl Daeves mit Walter Eichholz 1944

Karl Heinz Daeves (* 24. April 1893 in Köln; † 2. Mai 1963) war ein deutscher Eisenhüttenkundler.

Leben

Daeves studierte Hüttenkunde an der TH Aachen und in Breslau, wo er 1920 promoviert wurde.

Nach kurzer Industrietätigkeit wurde er 1921 Sachbearbeiter im Verein Deutscher Eisenhüttenleute in Düsseldorf, wo er das auf statistischen Methoden und Wahrscheinlichkeitsrechnung basierende Forschungskonzept der Großzahlforschung zur Qualitätsüberwachung und Werkstoffentwicklung entwickelte.

1924 wurde er Leiter der Forschungsabteilung der Kohle- und Eisenforschung GmbH in Dortmund.

„Daeves erweiterte das Anwendungsfeld der Großzahlforschung auf die Bereiche von Gebrauchswertanalyse, Schwachstellenforschung sowie Beurteilung bestimmter technischer und wirtschaftlicher Wahrscheinlichkeiten.“

1944 verlieh ihm Adolf Hitler den Dr.-Fritz-Todt-Preis.

Nach 1945 arbeitete er als Technikwissenschaftler beim Handelsblatt als Mittler zwischen technischen und wirtschaftlichen Prozessen.

Veröffentlichungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ H. Maier: Rüstungsforschung im Nationalsozialismus; S. 196; von Andreas Zilt
  2. ↑ Vortrag von G. Luxbacher (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2018. Suche im Internet Archive)
  3. ↑ Karl Daeves: Grosszahlforschung : Grundlagen und Anwendungen eines neuen Arbeitsverfahrens für die Industrieforschung mit zahlreichen praktischen Beispielen .. Verlag Stahleisen m. b. H., Düsseldorf 1924 (archive.org [abgerufen am 31. Oktober 2024]).
Personendaten
NAME Daeves, Karl
ALTERNATIVNAMEN Daeves, Karl Heinz (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Eisenhüttenkundler
GEBURTSDATUM 24. April 1893
GEBURTSORT Köln
STERBEDATUM 2. Mai 1963