Karl Deininger

Karl Deininger (* 13. März 1896 in Stuttgart; † 8. Juli 1956 ebenda) war ein deutscher Bauingenieur. Er war Ingenieur bei Wayss & Freytag.

Deininger begann sein Bauingenieursstudium an der TH Stuttgart während des Ersten Weltkriegs, war Soldat und beendete sein Studium 1921. Er war ein Schüler von Emil Mörsch, der ihn zu Wayss & Freytag vermittelte. Dort war er in den Konstruktionsbüros in Stuttgart, München und Hamburg, war kurz in Brasilien und danach technischer Leiter des Büros in Hamburg. 1931 promovierte er bei Mörsch (Die Entwicklung des Eisenbetonschornsteins in Theorie und Praxis). Ab 1939 war er als Nachfolger von Mörsch Professor für Eisenbeton und Baustatik in Stuttgart.

Er beriet bei Eisenbetonprojekten im Brückenbau, Hochbau und Tiefbau (zum Beispiel Stuttgarter Fernsehturm, Rosensteinbrücke in Bad Cannstatt, Donautalbrücke Untermarchtal) und begleitete an der TH Stuttgart neue Beton-Wandbauweisen für Hochhäuser (Feldner-Bauweise mit Beton zwischen verlorenen Gipsplattenschalungen oder Wände aus Splittbeton). Seine Untersuchungen unbewehrter Betonwände führten zur Änderung der Mindestwanddicke von 30 cm Anfang der 1950er Jahre zu 10 cm, was damals auf heftigen Widerstand stieß. Außerdem galt er als Experte für Spannbeton.

Viele seiner Arbeiten erschienen in der Forschungsgemeinschaft Bauen und Wohnen in Stuttgart.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Deininger, Karl
KURZBESCHREIBUNG deutscher Bauingenieur
GEBURTSDATUM 13. März 1896
GEBURTSORT Stuttgart
STERBEDATUM 8. Juli 1956
STERBEORT Stuttgart