Karl Fahrbach (* 16. August 1901; † 27. August 1957) war ein deutscher Fußballfunktionär. Von 1949 bis zu seinem Tod 1957 war er erster Präsident des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV). Darüber hinaus nahm er Funktionen im Deutschen Fußball-Bund (DFB) wahr und gehörte zu den Persönlichkeiten, die am Aufbau des Landessportbundes Rheinland-Pfalz beteiligt waren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Fahrbach zu den führenden Funktionären beim Neuaufbau des Fußballs in Südwestdeutschland. Am 23. Juli 1949 wurde im Saalbau in Neustadt an der Weinstraße der Südwestdeutsche Fußballverband gegründet. Fahrbach wurde dessen erster Präsident.
Nach einer Darstellung des SWFV galt Fahrbach als politisch unbelastet, verfügte über gute Beziehungen zur französischen Besatzungsmacht und war ein geschickter Verhandlungsführer, was den Aufbau des neuen Verbandes erleichterte.
Fahrbach führte den SWFV von dessen Gründung 1949 bis zu seinem Tod im August 1957. Sein Nachfolger wurde 1958 Eugen Müller.
Auch mit dem FC Phönix Ludwigshafen war Fahrbach eng verbunden. In der Vereinsgeschichte des heutigen SV Südwest Ludwigshafen wird die damalige Oberligamannschaft als von Fahrbach „umsichtig geführt“ beschrieben. Gleichzeitig wird auf seine Funktion als Vorsitzender des Südwestdeutschen Fußballverbandes und seinen Einfluss auf die Vereinsentwicklung hingewiesen.
Fahrbach war auch auf Bundesebene im Deutschen Fußball-Bund tätig. Nach dem DFB-Bundestag 1950 wurde er Vorsitzender des Toto-Ausschusses des Verbandes. In dieser Funktion setzte er sich dafür ein, dem organisierten Fußball maßgeblichen Einfluss auf die Verwendung der Einnahmen aus den Fußballwetten zu sichern.
Darüber hinaus gehörte Fahrbach dem erweiterten Vorstand des DFB an. In dieser Funktion war er auch in bundesweite sportpolitische Auseinandersetzungen eingebunden. So trat er Anfang der 1950er Jahre gemeinsam mit der DFB-Führung um Präsident Peco Bauwens im Zusammenhang mit der Frage von Rundfunk-Direktübertragungen von Fußballspielen in Erscheinung.
Fahrbach war auch am Aufbau des organisierten Sports im neu gegründeten Land Rheinland-Pfalz beteiligt. Er gehörte 1950 zu einem Kreis führender Sportfunktionäre um August Zeuner, die die Gründung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz vorbereiteten. Der Landessportbund wurde am 4. September 1950 in Bingen durch den Zusammenschluss der Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen gegründet.
Fahrbach starb am 27. August 1957 im Alter von 56 Jahren, elf Tage nach seinem Geburtstag.
An Fahrbach erinnert unter anderem eine Bronzebüste am Eingang der Sportschule Edenkoben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fahrbach, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballfunktionär |
| GEBURTSDATUM | 16. August 1901 |
| STERBEDATUM | 27. August 1957 |