Karl Formell (* 6. März 1881; † 1960 oder 1961 in der DDR) war ein deutscher Zimmerer, Gewerkschaftsfunktionär und Senator in Danzig (Zentrum).
Karl Formell wurde Zimmerer und lebte in Zoppot. Seit 1920 war er Gewerkschaftssekretär der Christlichen Bauarbeitergewerkschaft der Freien Stadt Danzig. Seit 1924 oder 1925 war er Abgeordneter der katholischen Zentrumspartei im Danziger Volkstag (als Nachrücker). Seit dem 19. August 1925 war Karl Formell nebenamtlicher Senator und blieb dies bis zum 20. Juni 1933 (als einer der am längsten amtierenden Senatoren in Danzig).
Seit etwa 1934 betrieb Karl Formell einen kleinen Verlag mit einer Druckerei, in dem er verschiedene katholische Schriften herausgab. Am 5. Mai 1936 wurde er mit Albert Posack nach einer Sitzung des Volkstages vor dem Gebäude von Nationalsozialisten zusammengeschlagen, ohne dass die anwesende Polizei eingriff. Am 21. Oktober 1937 wurde die Zentrumspartei verboten, im April 1938 gab Formell sein Volkstagsmandat auf, da er nicht bereit war, der NSDAP-Fraktion als Hospitant beizutreten.
Karl Formell lebte mindestens bis 1941 in Zoppot. Nach dem Krieg emigrierte er in die DDR, wo er wahrscheinlich 1960 oder 1961 starb.
Karl Formell hatte einen Verlag und eine Druckerei in der Frauengasse 3 seit etwa 1934. Dort erschienen katholische Zeitschriften und weitere Publikationen.
Zeitungen und Zeitschriften
Weitere Publikationen (Auswahl)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Formell, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Senator und Verleger in Danzig |
| GEBURTSDATUM | 6. März 1881 |
| STERBEDATUM | 1960 oder 1961 |
| STERBEORT | DDR |