Karl Grunder (* 20. November 1880 in Arni BE; † 5. Januar 1963 in Bern) war ein Schweizer Mundartautor.
Karl Grunder absolvierte das Lehrerseminar Hofwil und arbeitete als Lehrer im Weiler Lütiwil bei Arni, dann in Grosshöchstetten und von 1917 bis 1950 an der Pestalozzischule in Bern.
Er zählt mit seinen zahlreichen berndeutschen Theaterstücken und Liederspielen zu den bekannteren Theaterautoren der Schweiz, die im Dialekt schrieben. Seine drei Erzählbände wurden anfangs der 90er-Jahre neu aufgelegt. An seinem Geburtsort fand bis in das Jahr 2009 alljährlich die Hammegg-Chilbi statt. Heute findet einmal jährlich der Gmüetlech Hammegg-Tag mit Predig statt, der durch den Karl Grunder Verein ins Leben gerufen wurde.
Grunders Nachlass befindet sich in der Burgerbibliothek Bern. Der Nachlass umfasst hauptsächlich die Manuskripte von Grunders Werken (Mundarttheaterstücke, Volksliederspiele, Festspiele, Erzählungen, Volks- und Jodelliedtexte) sowie eine Sammlung von Rezensionen zu Werken und Werkaufführungen. Grunders gedruckte Theaterstücke, Volksliederspiele, Liederhefte und Notenblätter sind ebenfalls Teil des Bestands. Weiter beinhaltet der Nachlass Fotografien und Fotoalben, Unterlagen zum Hammeggfest und anderen Veranstaltungen, Korrespondenz, Gratulationsschreiben zu Geburtstagen und einzelne Lebensdokumente, Auszeichnungen und Belege seiner Tätigkeit als Lehrer.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grunder, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Mundart-Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 20. November 1880 |
| GEBURTSORT | Arni BE |
| STERBEDATUM | 5. Januar 1963 |
| STERBEORT | Bern |