
Karl Wilhelm Siegfried Grunsky (* 5. März 1871 in Schornbach; † 3. August 1943 in Vaihingen an der Enz) war ein deutscher Historiker und Musikschriftsteller.
Grunsky war der Sohn eines Pfarrers. Er besuchte die Evangelischen Seminare Maulbronn und Blaubeuren und das Evangelische Stift Tübingen, wurde aber nicht Pfarrer, sondern Schriftsteller. 1893 wurde er promoviert. Sein Hauptinteresse galt der klassischen Musik, er schrieb jedoch auch zu anderen Themen. Besonders viele seiner Schriften widmeten sich Richard Wagner und Anton Bruckner. Grunsky veröffentlichte daneben Musik-Editionen und -Bearbeitungen.
Grunsky gründete den Württembergischen Brucknerverband, dessen Vorsitzender er von 1926 bis 1940 war. Er hielt öffentliche Vorträge und war Theaterkritiker des Stuttgarter NS-Kurier. Vermutlich Ende 1930 war er der NSDAP beigetreten (Mitgliedsnummer 420.223). An den Titeln seiner Publikationen lässt sich schon früh völkisches und antisemitisches Gedankengut erkennen, nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ sprechen die Titel seiner Publikationen eine noch deutlichere Sprache. Seine Nähe zum NS-Staat zeigt sich auch daran, dass Grunsky zu seinem 70. Geburtstag Glückwunschtelegramme von Adolf Hitler und vom württembergischen Gauleiter Wilhelm Murr erhielt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grunsky, Karl |
| ALTERNATIVNAMEN | Grunsky, Karl Wilhelm Siegfried (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Musikschriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 5. März 1871 |
| GEBURTSORT | Schornbach |
| STERBEDATUM | 3. August 1943 |
| STERBEORT | Vaihingen an der Enz |