Karl Henckel (* 1881 in Horn-Lippe; † 1950) war ein deutscher Lithograf und Maler.
Karl Henckel absolvierte zunächst eine Berufsausbildung als Lithograf in Detmold. Ab 1909 studierte er an der Königlichen Kunstakademie Dresden und von 1919 bis 1921 an der Kunst-Akademie Kassel bei Carl Bantzer, wo er im Auftrag der Stadt eine Reihe von Interieurbildern ausführte. Ab 1921 lebte er in Horn-Lippe und schloss sich 1925 dem Lippischen Künstlerbund an. Von 1928 bis 1946 übernahm er dessen Vorsitz, mit kurzer Unterbrechung 1936 bis 1938. Im Jahr 1928 gründete sich unter seinem Einfluss der erste Lippische Kunstverein unter der Leitung von Professor Klatt als eigenständiger Verein. In der Zeit des Nationalsozialismus war Henckel Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste.
Die gute Zusammenarbeit zwischen Henckel, dem damals in Lippe ansässigen Maler Thomas Grochowiak und dem Landespräsidenten des Landes Lippe, Heinrich Drake, mündete 1945 in die Neugründung des Künstlerbundes. Ende 1945 regte die Landesregierung eine große lippische Kunstausstellung unter Henckels Leitung an, in welcher die Werke ausgewählter Künstler aus Lippe und Schaumburg-Lippe präsentiert wurden. Nach Abschluss der Ausstellung 1946 gab Henckel den Vorsitz im Künstlerbund an Wilhelm Köster ab.

Henckel wirkte als Landschaftsmaler, Portraitist, Interieur- und Blumenmaler, sein Werk umfasst nahezu ausschließlich Motive aus Lippe. Nach seiner Rückkehr nach Horn entstanden die ersten größeren Bilder mit Motiven des lippischen Lebens (Der Schuhmacher, Der letzte Handweber oder Die Schmiedewerkstatt). Henckel unterhielt gute Kontakte zu den Malern der ostwestfälischen Künstlerkolonie Schwalenberg.
Viele seiner Arbeiten befinden sich in öffentlichem Besitz, so im Lippischen Landesmuseum in Detmold und in privaten Sammlungen.
| Personendaten | |
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| NAME | Henckel, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | Lithograf und Maler |
| GEBURTSDATUM | 1881 |
| GEBURTSORT | Horn-Lippe |
| STERBEDATUM | 1950 |