Karl Holzhey

Karl Holzhey (* 18. Februar 1863 in München; † 28. Dezember 1943 ebenda) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Theologe, Alttestamentler und Hochschullehrer.

Leben

Nach einem Studium der Philosophie und Theologie wurde Holzhey 1888 zum Priester geweiht. Anschließend war er als Aushilfspriester in Sankt Benedikt in München tätig, ab 1889 arbeitete er als Kaplan in München-Haidhausen. 1891 wurde er Hausgeistlicher in der Kreisirrenanstalt in München. Im Jahr 1895 wurde er promoviert, 1897 folgte seine Habilitation. Ab 1900 war er Professor für Alttestamentliche Exegese am Königlichen Lyceum in Passau, dem Vorläufer der Philosophisch-theologischen Hochschule Passau (inzwischen Universität Passau), ab 1903 Professor für Alttestamentliche Exegese, Einleitung in das Alte Testament, biblische Archäologie und biblisch-orientalische Sprachen am Königlichen Lyceum Freising, dem Vorläufer der Philosophisch-theologischen Hochschule Freising. 1918 übernahm er die Aufgabe eines Präses des katholischen Arbeitervereins im Bezirk Freising. Im Jahr 1929 wurde er emeritiert.

Rezeption

In der Auseinandersetzung um die Anwendung der historisch-kritischen Methode wurde sein Werk Kurzgefasstes Lehrbuch der speziellen Einleitung in das Alte Testament (aus dem Jahr 1912) im Jahr 1913 durch die Römische Index-Kongregation auf den Index librorum prohibitorum gesetzt. Ein Dekret der Konsistorialkongregation hatte es bereits 1912 für das Theologiestudium verboten.

Werke

Quellen und Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Index Liber Prohibitorum 1949 (Memento vom 1. September 2015 im Internet Archive)
  2. ↑ Die Kurie gegen die Wissenschaft. In: Vossische Zeitung. Nr. 1039, 18. September 1912, S. 1.
Personendaten
NAME Holzhey, Karl
ALTERNATIVNAMEN Holzhey, Carl
KURZBESCHREIBUNG deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Theologe, Alttestamentler, Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 18. Februar 1863
GEBURTSORT München
STERBEDATUM 28. Dezember 1943
STERBEORT München