Karl Macher

Karl Macher (* 1920 in Bad Kreuznach; † 5. November 1988 ebenda) war ein deutscher Ingenieur. 1979 wurde er mit dem Oscar für technische Verdienste ausgezeichnet.

Leben

Karl Macher wurde 1920 als Sohn einer gutbürgerlichen Familie aus Bad Kreuznach geboren. 1937 begann Macher eine Ausbildung bei den Optischen Werken Josef Schneider, nach deren Abschluss er im Unternehmen übernommen wurde. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er zum Kriegsdienst einberufen und geriet in US-amerikanische Gefangenschaft. Nach Kriegsende kehrte er nach Bad Kreuznach zurück.

1966 konstruierte Macher mit dem TV Variogon 2,1/18...200 mm das erste deutsche Varioobjektiv für Farbfernsehkameras. Später entwickelte er auch dessen Nachfolger, das TV Variogon 2,1/20...600 mm.

Im Jahr 1973 wurde Macher als Oberingenieur zum Leiter der Mathematischen Abteilung der Optischen Werke befördert.

Macher war Inhaber von fast 200 Patenten in Deutschland, Österreich, Frankreich und vielen weiteren Ländern. Im Rahmen der Oscarverleihung 1979 wurden Karl Macher und Glenn M. Berggren als Mitarbeiter der Optischen Werke „für die Entwicklung und Einführung des Cinelux-ULTRA-Objektivs für die 35-mm-Filmprojektion“ mit dem Oscar für technische Verdienste ausgezeichnet.

Macher war seit März 1951 mit Elisabeth Weyd verheiratet. Er starb am 5. November 1988 in seiner Heimatstadt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Karl Macher. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 21. Januar 2026.
Personendaten
NAME Macher, Karl
KURZBESCHREIBUNG deutscher Ingenieur, Oscarpreisträger
GEBURTSDATUM 1920
GEBURTSORT Bad Kreuznach, Deutsches Reich
STERBEDATUM 5. November 1988
STERBEORT Bad Kreuznach, Deutschland