Hubert Karl Markus (* 7. August 1943 in Bocholt; † 18. September 2026 in Wabern bei Bern) war ein deutscher Sänger (Tenor) und Hochschullehrer.
Mit einem umfangreichen Repertoire vom Barock bis zur neuen Musik zählte Markus zu den bekanntesten Konzerttenören Europas. Vor allem seine Interpretation der Evangelisten-Partien in den Bach’schen Passionen wurden überall geschätzt. Er war Preisträger u. a. des Concorso International de Canto in Rio de Janeiro und des Gesangswettbewerbes in ’s-Hertogenbosch.
Karl Markus wurde in Bocholt (Westfalen) geboren. Er studierte an der Musikhochschule Köln bei Heinz Marten und bildete sich später bei Kammersängerin Hilde Zadek und Kammersänger Jean Cox weiter.
1974 debütierte er als Belmonte in Mozarts Die Entführung aus dem Serail in Aachen und sang auch mehrere Jahre am Berner Stadttheater (zuletzt Flamand in Capriccio von Richard Strauss), bevor er 1990 einen Ruf als Professor an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main erhielt, wo er fortan eine Sologesangsklasse unterrichtete.
Konzertverpflichtungen führten ihn in die wichtigsten Musikzentren und Festivals in Europa und die USA, wo er unter anderem beim Carmel-Bach-Festival mehrere Jahre gastierte und eine Meisterklasse unterrichtete. Stationen der letzten Jahre waren Das Buch mit sieben Siegeln von Franz Schmidt in Pforzheim, die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven in Abu Dhabi, Missa von Hector Berlioz in Winterthur, Evangelist in der Johannes-Passion beim Barock-Festival in Varaždin unter Milan Horvat sowie die Tenor-Kantate Rinaldo von Johannes Brahms in Bern.
Karl Markus zog sich im Jahr 2002 vom öffentlichen Konzertleben zurück und widmete sich fortan bis zu seiner Emeritierung 2008 ausschließlich der Ausbildung seiner Studenten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Markus, Karl |
| ALTERNATIVNAMEN | Markus, Hubert Karl (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Sänger (Tenor) und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 7. August 1943 |
| GEBURTSORT | Bocholt |
| STERBEDATUM | 18. September 2026 |
| STERBEORT | Wabern bei Bern |