Karl Obser

Karl Joseph Obser (* 16. Januar 1860 in Karlsruhe; † 21. Januar 1944 ebenda) war ein deutscher Historiker und Archivar. Von 1906 bis 1924 war er Direktor des Generallandesarchivs Karlsruhe.

Leben

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Karlsruhe studierte er von 1879 bis 1883 Jura, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Heidelberg und München. In Heidelberg war er Mitglied der Verbindung Rupertia. 1883 wurde er promoviert. 1888 wurde er ordentliches Mitglied der Badischen Historischen Kommission, für die er schon seit 1883 tätig gewesen war. 1888 wurde er, zunächst als Archivassessor, am Generallandesarchiv Karlsruhe angestellt, dessen Leitung er 1906 übernahm. 1909 wurde er Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Im gleichen Jahr trat der als Katholik aufgewachsene Obser, der politisch das katholische Zentrum bekämpfte, der evangelischen Kirche bei.

Von 1897 bis 1924 versah er die Redaktion der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO), für die er auch zahlreiche Artikel verfasste.

Sein Nachlass befindet sich im Generallandesarchiv Karlsruhe.

Schriften (Auswahl)

Herausgeberschaft

Literatur

Wikisource: Karl Obser – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ Verbindung Rupertia in Heidelberg. Gesamt-Adressenverzeichnis vom Juli 1918. Karlsruhe 1918, Nr. 190.
  2. 1 2 3 Rainer Brüning: Obser, Karl, in: Fred L. Sepaintner (Hrsg.): Badische Biographien, N. F. 5. Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018976-X, S. 220 f. (online).
  3. ↑ adw.uni-heidelberg.de (Memento vom 6. Dezember 2013 im Internet Archive).
  4. ↑ nachlassdatenbank.de.
Personendaten
NAME Obser, Karl
ALTERNATIVNAMEN Obser, Karl Joseph (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Historiker und Archivar
GEBURTSDATUM 16. Januar 1860
GEBURTSORT Karlsruhe
STERBEDATUM 21. Januar 1944
STERBEORT Karlsruhe