Karl Pajusalu

Karl Pajusalu 2011

Karl Pajusalu (* 20. Juni 1963 in Pärnu) ist ein estnischer Sprachwissenschaftler und Mitglied der Estnischen Akademie der Wissenschaften.

Leben

Karl Pajusalu machte 1981 in Pärnu Abitur und schloss 1986 das Studium der Estnischen Philologie an der Universität Tartu ab. 1992 machte er an derselben Universität seinen Magister, anschließend absolvierte er eine Doktorausbildung an der Universität Turku, die er 1996 mit der Promotion zum Dr. phil. abschloss. Nach einigen Jahren als Dozent an der Universität Tartu wurde er 2000 zum Professor für Geschichte und Dialekte der estnischen Sprache an derselben Universität berufen.

Karl Pajusalu ist verheiratet mit der estnischen Sprachwissenschaftlerin Renate Pajusalu, das Paar hat drei Kinder.

Werk

Pajusalus Forschungsschwerpunkt liegt auf den estnischen Dialekten, zu deren morphologischen Variationen er auch seine Doktorarbeit verfasste. Damit war Pajusalu einer der ersten, der die Methode der soziolinguistischen Variantenforschung in Estland anwandte. Einen zweiten Forschungsschwerpunkt bildete später die Phonetik, wo er zahlreiche Projekte – auch zu anderen finnougrischen Sprachen – betreute.

Ferner ist Pajusalu einer der wichtigsten und fruchtbarsten Erforscher des Livischen. Neben zahlreichen Untersuchungen und Editionen zu dieser 2013 ausgestorbenen Sprache hat auch unter dem Pseudonym Ķempi Kārl sogar Dichtungen in einem bereits im 19. Jahrhundert ausgestorbenen Dialekt abgefasst.

Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

Monografien

Artikel

Commons: Karl Pajusalu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Reet Kasik: Stahli mantlipärijad. Eesti keele uurimise lugu. Tartu: Eesti keele õppetool 2011, S. 193–194.
  2. ↑ Ķempi, Kārl 2013: Salats joug kolm aģa. Salatsi jõe kolm kallast. Salacas upes trīs krasti. Mõtsapuol: Līvõd Sõbrād seļtš. 147 S.
Personendaten
NAME Pajusalu, Karl
ALTERNATIVNAMEN Ķempi, Kārl
KURZBESCHREIBUNG estnischer Sprachwissenschaftler
GEBURTSDATUM 20. Juni 1963
GEBURTSORT Pärnu