Karl Plauth (* 27. August 1896 in Kaiserslautern; † 1. November 1927 in Dessau) war ein deutscher Pilot.
Plauth wurde als Sohn des Landgerichtsdirektors Wilhelm Plauth geboren. Im Juli 1914 legte er das Abitur am Herzog-Wolfgang-Gymnasium ab.

Er trat im April 1914 als Fahnenjunker beim 1. Elsässischen Pionier-Bataillon Nr. 15 in Straßburg in den Militärdienst ein und wurde bei der Mobilmachung zu Beginn des Krieges aktiviert. Zum Fronteinsatz kam Plauth Ende September 1914 nach Flandern, wo er am 3. November an der Schulter verwundet wurde. Im Januar 1915 erfolgte seine Beförderung zum Fähnrich und am 22. März 1915 zum Leutnant. Im Januar 1916 wurde seine Einheit nach Verdun verlegt und nahm an der dortigen Schlacht teil, wobei Plauth am 6. Juni während der Kämpfe um Fort Vaux durch einen Granatsplitter am Kopf ein zweitesmal verwundet wurde. Nach über viermonatigem Lazarettaufenthalt kehrte er zu seiner Einheit zurück, die nun an der Schlacht an der Somme teilnahm. Bis November 1917 diente er als Adjutant beim XV. Armeekorps. Nach einem bewilligten Versetzungsgesuch zur Fliegertruppe meldete sich Plauth am 14. November 1917 zur Ausbildung bei der Flieger-Ersatz-Abteilung (FEA) 9 in Darmstadt, die er aber erst nach seinem Wechsel zur Fliegerschule Hagenau im Februar 1918 begann und am 21. März abschloss. Ab Mai 1918 diente Plauth bei der Fliegerabteilung (A) 204 als Artillerieflieger, aber bereits im Juni erfolgte seine Versetzung zur Jagdstaffel-Schule 1 in Valenciennes, wo er nach zweiwöchiger Jagdfliegerausbildung seine Versetzung zur Jagdstaffel 20 erhielt. Am 9. Juli erzielte Plauth, der eine Fokker D.VII flog, seinen ersten Abschuss, wurde aber am 13. Juli 1918 bei einem Luftkampf leicht verwundet. Eine Notlandung am 16. September mit zerschossener oberer Tragfläche überstand er unbeschadet. Am 1. Oktober 1918 wurde er zum Führer der Jagdstaffel 51 ernannt. Bis zum Kriegsende errang Plauth 17 Luftsiege, den letzten davon am 23. Oktober 1918.
Am 20. März 1920 erfolgte seine formelle Verabschiedung aus dem Militärdienst als Oberleutnant, im August gleichen Jahres heiratete er. Bereits zuvor hatte Plauth 1919 eine Hospitation an der Technischen Hochschule München im Fach Maschinenbau absolviert, dem sich 1920 ein Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule Darmstadt anschloss. Dort engagierte er sich bei der akademischen Fliegergruppe (Akaflieg). Von Juni bis August 1921 beteiligte er sich am Bau zweier Segelflugzeuge durch die akademische Fliegergruppe. Er war maßgeblich an der Konstruktion des Motorseglers D 8 „Karl der Große“ beteiligt, dessen Konstruktion auch seine Abschlussarbeit war. Am 27. April 1923 legte er seine Prüfung zum Diplom-Ingenieur ab und trat am 5. März eine Stelle beim Flugzeughersteller Junkers Flugzeugwerk AG in dessen Entwicklungsgruppe des Konstruktionsbüros an. Ab 1925 war Plauth im Hauptbüro bei Hugo Junkers und als Werkspilot tätig. Im Mai dieses Jahres nahm er am Deutschlandflug einer Junkers T 26 teil.
Am 1. November 1927 verunglückte Plauth beim Absturz einer Junkers A 32 während einer Kunstflugübung in Dessau tödlich.

Die Stadt Magdeburg hatte zeitweise ihm zu Ehren eine Straße als Plauthstraße benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Plauth, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pilot |
| GEBURTSDATUM | 27. August 1896 |
| GEBURTSORT | Kaiserslautern |
| STERBEDATUM | 1. November 1927 |
| STERBEORT | Dessau |