Karl Rickelt

Karl Rickelt 1937 vor einem von ihm geschaffenen Bildnis Adolf Hitlers

Karl Rickelt (* 25. September 1857 in Lippstadt; † 24. Januar 1944 in München) war ein deutscher Kunstmaler und Illustrator.

Werdegang

Stilleben mit Schwertlilien, Pfingstrosen und Henkeltopf (1924)

Nach der ersten künstlerischen Ausbildung in Lippstadt und Münster ging Rickelt 1877 nach München, um dort die Kunstschule zu besuchen. Im April 1878 trat er als Schüler von Ludwig von Löfftz in die Akademie der Bildenden Künste ein. Im Matrikel-Buch von 1878 der Akademie erscheint Karl Rickelt mit dem Eintrittsdatum 30. April 1878. 1911 heiratete er in Berlin Maria Lauff (1866–1949).

Grab auf dem Friedhof Melaten

Rickelt war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und des Reichsverbands Bildender Künstler Deutschlands in Berlin. Er malte Genrebilder und fertigte zahlreiche Illustrationen. Rickelt galt als der fleißigste und beliebteste „Führer-Maler“. Zwischen 1923 und 1944 malte Rickelt 29 Bildnisse von Adolf Hitler in unterschiedlichen Posen. Als Dank wurde ihm 1942 von Gauleiter Paul Giesler die vom Führer verliehene Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft überreicht. Ein weiteres Führer-Porträt Rickelts „Adolf Hitler, Öl auf Leinwand“ wurde als Geschenk der Gemeinde Solln überreicht, am Rahmen mit einem Schild und dem Text »Ehrengabe der Gemeinde Solln für Oberbürgermeister Pg. Karl Fiehler anlässlich der Eingemeindung von Solln in die Hauptstadt der Bewegung am 1.12.1938«.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Kölner Friedhof Melaten (Flur 42 Nr. 5).

Arbeiten als Maler

Arbeiten als Illustrator

Er arbeitete schon früh als Illustrator. So zeichnete er für die „Schützenzeitung“ und illustrierte die Prachtausgabe von Julius Wolffs Der wilde Jäger. Zu seinen Hauptwerken gehört die 1896 erschienene Prachtausgabe des von Friedrich Wilhelm Webers verfassten Buchs Dreizehnlinden.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Boetticher, Friedrich v., Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Bd. 2, Hofenheim 1979 (3. unveränderter Nachdruck des 1891–1901 in Dresden erschienenen Werkes)
  2. ↑ Maria Rickelt: Sterbeurkunde Nr. 3538 vom 11. Oktober 1949, Standesamt Köln I. In: LAV NRW R Personenstandsregister. Abgerufen am 20. April 2026.
  3. ↑ 29 Bilder des Führers gemalt In: Marburger Zeitung Nr. 274 vom 1. Oktober 1942 (Marburg/Drau) S. 4
  4. ↑ bei Bötticher sind auf Seite 426 12 Gemälde und 10 Zeichnungen von Carl Rickelt aufgeführt
  5. ↑ Datenbank Deutsches Historisches Museum
Personendaten
NAME Rickelt, Karl
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler und Illustrator
GEBURTSDATUM 25. September 1857
GEBURTSORT Lippstadt
STERBEDATUM 24. Januar 1944
STERBEORT München