Karl Wilhelm Sack

Karl Wilhelm Sack, auch Carl (* 22. November 1792 in Seesen; † 27. Juni 1870 in Braunschweig) war ein deutscher Kreisgerichts-Registrator und Lokalhistoriker, der insbesondere durch seine zahlreichen Werke über die Geschichte der Stadt Braunschweig Bekanntheit erlangte.

Leben

Sack wurde als Sohn eines Müllers in Seesen geboren. Im Jahr 1813 wurde er durch das westphälische Militär zum Dienst verpflichtet und nahm in den Jahren 1814 bis 1815 an den Befreiungskriegen teil. Als Sergeant diente er im Braunschweigischen Husarenregiment. Anschließend wurde er 1816 zum Stadtkommandanten der Stadt Helmstedt ernannt, wo er im Folgejahr das Amt des Polizeischreibers der Stadtverwaltung übernahm. Von 1825 an war er Registrator beim Kreisgericht und wurde 1827 in dieser Funktion nach Braunschweig versetzt. Im Zuge seiner Tätigkeit kam er intensiv mit historischen Prozessakten in Berührung und legte eine Sammlung von Quellenstücken zur Geschichte der Stadt Braunschweig an. Teile dieser Materialien wurden 1840 dem Stadtarchiv Braunschweig übergeben, die restlichen Schriften kamen erst nach seinem Tode dorthin. Unter diesen befanden sich zahlreiche Aufzeichnungen, Abschriften, Auszüge und Originalarchivalien. Sack verfasste eine Vielzahl von Werken über die Braunschweiger Stadt- und Landesgeschichte.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Karsten Kablitz: Sack, Karl (Carl) Wilhelm. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 509.
Personendaten
NAME Sack, Karl Wilhelm
ALTERNATIVNAMEN Sack, Carl Wilhelm
KURZBESCHREIBUNG Heimatforscher und Justizbeamter
GEBURTSDATUM 22. November 1792
GEBURTSORT Seesen
STERBEDATUM 27. Juni 1870
STERBEORT Braunschweig