Karl Zander (* 10. September 1891 in Berlin; † 4. April 1950) war ein deutscher Schauspieler, Rezitator und Komponist.
Zander wurde 1891 als Carl Walter Zander in Berlin-Moabit geboren. Seine Mutter war die unverheiratete Putzmacherin Emma Elisabeth Zander (* 1861 Berlin). Er erhielt seine Schauspielerausbildung bei Adolph L’Arronge und Emanuel Reicher in Berlin. Bei Max Grube am Hoftheater zu Meiningen bildete er sich zum Charakterdarsteller fort. Max Reinhardt holte ihn aus Frankfurt am Main nach Berlin zum Deutschen Theater. Während des Ersten Weltkrieges war er Soldat und wurde in Amerika interniert. Zander kehrte erst 1921 nach Berlin zurück und nahm seine Tätigkeit am Deutschen Theater wieder auf. Am 30. September 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.829.349).
Zander textete und komponierte Unterhaltungsmusik, so den Tango Sei mir ein bißchen gut! (1930) oder den Walzer Vergißmeinnicht (1932). Er wirkte als Sprecher für Schallplatten u. a. bei Homocord, Parlophon und Artiphon. Die Inhalte waren oft deutschnational und frankreichfeindlich, wie zum Beispiel bei „Auswanderer“ und „Fremdenlegionär“.
Im Jahr 1935 führte er Regie bei dem Kurzspielfilm der UFA „Postlagernd XYZ“ mit Harald Paulsen und Mady Rahl.
Karl Zander nutzte die Pseudonyme Hans Joachim Baumgart, Billy Berndt, Dr. Kurt Bessel, Julius Eckert, José Tavéra und Hans Wolfgang.
| Personendaten | |
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| NAME | Zander, Karl |
| ALTERNATIVNAMEN | Zander, Carl Walter (Geburtsname); Baumgart, Hans Joachim; Berndt, Billy; Bessel, Kurt; Eckert, Julius; Tavéra, José; Wolfgang, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler, Rezitator und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 10. September 1891 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 4. April 1950 |